reflections

22.11.2008 – Farin Urlaub Racing Team in Köln

Also, für dieses Konzert hätte man eindeutig den „Kalt! Kalt! Kalt!“ Bildschirmschoner rauskramen können, den es vor geraumer Zeit mal auf Farins Homepage zum Download gab *bibber*. Es fing schon am Morgen echt gut an, sage ich mal. Mein Wecker klingelte um halb sechs und als ich aus dem Fenster sah, sah ich nichts. Das lag daran, dass ich ein Dachfenster habe und das komplett mit Schnee bedeckt war *g*. Ich war natürlich total erstaunt, so was wie Schnee ist ja hier in Deutschland mittlerweile echt eine Rarität. Gegen halb sieben brachte Thomas, der Freund meiner Mutter, mich zum Bahnhof nach Gütersloh. Dort angekommen spendierte er mir noch einen heißen Cappuccino, da ich bereits jetzt durchgefroren war. Wir gingen anschließend hoch zu den Gleisen, denn die Regionalbahn nach Hamm sollte jeden Moment kommen. An der Anzeige am Gleis stand „Bitte Ansage beachten“ und in dem Moment, in dem ich das gelesen hatte, drang auch schon eine Stimme aus den Lautsprechern. Der Typ hinter dem Mikro laberte erst ein bisschen um den heißen Brei herum, nur um dann mit folgender Info rauszurücken: Der Zug fiel aus! Die anderen Bahnfahrer und ich sahen uns geschockt an und waren natürlich total platt. Wie? Und was ist mit nem Ersatzzug? Thomas und ich gingen zu einem der Ticketautomaten und ich suchte nach einer anderen Zugverbindung. Gott sei Dank hatte ich für den Tag ein Single-Nrw-Ticket, mit dem ich fast alle Zugverbindungen nutzen konnte. Am Automat fanden wir dann aber nur heraus, dass alle Wege nach Köln über Hamm führten, womit ich keine Alternative hatte. Nachdem wir uns dann informiert hatten, wann Züge von Hamm aus nach Köln fuhren, brachte Thomas mich dann mit dem Auto extra nach Hamm. Das war echt ne Aktion! Denn es schneite die ganze Zeit und ich hatte echt Angst, dass etwas passieren würde. Aber je näher wir nach Hamm kamen, desto weniger Schnee gab es. In Hamm angekommen ging ich zum Bahnschalter und fragte nach, ob der Zug jetzt auch wirklich nach Köln fuhr und nicht nachher auch gestrichen werden würde. Ja, er fuhr nach Köln. Außerdem teilte die Tuse uns mit, dass der Zug aus Gütersloh doch gefahren sei -.- Was sollte denn das bitteschön?! In Gütersloh hieß es, er fiel aus! Wenn sie wenigstens gesagt hätten, dass er sich nur verspäten würde. Aber nein, jetzt war ich extra mit dem Auto gebracht worden.
Thomas fuhr wieder nach Hause und ich machte mich auf den Weg nach Köln-Deutz. Dort kam ich gegen viertel vor elf an und als ich die Treppen vom Gleis zum Bahnhof runter ging, sah es dort unten aus wie in einer Bruchbude und eine Maus lief mir vor den Füßen her. Yeah^^. Aber egal. Ich musste jetzt meine Jugendherberge finden, was aber sehr leicht war, denn sie befand sich direkt gegenüber vom Bahnhof. Dort konnte ich mein Zimmer aber noch nicht beziehen, da es noch so früh war. Also zog ich mich auf einer Toilette um und brachte meine anderen Sachen in einen Lagerraum. Dick eingemummelt und mit Decke & Co. bepackt fuhr ich mit der Straßenbahn zu der Haltestelle, die auf der Internetseite des Palladiums angegeben war. Von da aus war es aber noch ein ganzes Stückchen zu Fuß bis zur Konzerthalle und nach ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten erblickte ich das Palladium. Es war mitten im Industriegebiet und ich hatte es auf Anhieb gefunden, yippie. Vor dem Palladium war jedoch anders als zum Beispiel beim Ringlokschuppen oder der Philippshalle kein großer Platz, wo man sich hinsetzen und warten konnte. Stattdessen lag der Eingang direkt an einer Straße und für die 4000 Fans, die hier heute Abend sein sollten, gab es nur zwei Schleusen, die auf dem Bürgersteig aufgestellt waren. Der restliche Teil des Bürgersteigs war auf der Straßenseite mit einem Gitter begrenzt, damit keine Fans nachher auf der Straße rumstanden. Das konnte ja heiter werden^^. Ich ging zu den Schleusen, die natürlich besetzt waren, es war ja „schon“ halb zwölf ;-). Auf der Seite des Bürgersteigs, die an der Hausseite des Palladiums und nicht an der Straße war, war eine Treppe und als ich vor der stand, sprach mich auf einmal das Mädel an, das auf ihr saß. Hey, das war ja Sarah, die ich in Bielefeld beim Jazzfäst kennen gelernt hatte! So hatte ich dann gleich Anschluss *g*. Ihre Freundin Saskia, deren Freund Tim und deren Schwester Janine waren auch da. Außerdem waren ein paar andere bekannte Gesichter anwesend und die Securityleute waren ebenfalls nicht fremd ;-).
Die Wartezeit wurde dann allerdings auch echt knallhart, denn es war wirklich, wirklich bitterkalt. Ich hatte eine „Neon“-Zeitschrift dabei und außerdem meinen I-Pod mit, sodass ich wenigstens lesen und Musik hören konnte. Viel anderes hab ich auch nicht gemacht, obwohl wir da ganze sechseinhalb Stunden rumsaßen. Zwischendurch konnten wir immer mal wieder ins Palladium auf Klo und somit wenigstens ein paar Minuten Wärme genießen. Irgendwann entdecke ich auch noch Anja und quatschte mit ihr. Dabei bemerkte ich dann auch, dass einer meiner Finger überhaupt nicht mehr durchblutet war, sondern nur noch käseweiß und taub, während die andern knallrot waren. Sah echt gruselig aus und keine Methode, ihn wieder warm zu kriegen, hat geholfen. Die wollten mich schon zu den Sanis schicken, aber das hielt ich dann doch für unnötig. Nach einer Zeit ging ich wieder nach vorne in die Schlange zu „unserer“ Treppe und in dem Moment wurde Tee ausgeteilt, das tat echt gut. Hab dann ganz doll den heißen Becher umklammert, was meine Durchblutung dann auch wieder aufgeweckt hat. Echt witzig war es zwischendurch auf jeden Fall, als Christian meine knallrote Nase entdeckte und mich dann die ganze Zeit als Säuferin abgestempelt hat und die anderen Securities natürlich mitmachten. Als wir dann irgendwann zwischendurch mal wieder im Palladium waren, hab ich erklärt, dass das doch sehr praktisch sei. Denn so bräuchte ich bei den Balladen kein Feuerzeug, sondern könnte einfach mit der roten Nase mitschunkeln ;-). Ein anderer Security fing dann auch noch an „Nina the rednosed Reindeer“ zu singen, das war aber echt gemein^^.

Der offizielle Einlass war für 18.30 Uhr angekündigt und bereits gegen 17 Uhr standen wir eingequetscht vor den Schleusen. So war es wenigstens warm, aber nervig war es trotzdem, vor allem, da meine Fußgelenke die ganze Zeit gegen die unterste Treppenstufe gematscht wurden. Es hat mich echt gewundert, dass ich da nachher keine blauen Flecken hatte. Aufgrund des Drucks konnte ich auch überhaupt nicht gerade stehen und hab mich dann irgendwann nur noch an Saskias Schwester festgeklammert. Gegen 18 Uhr brach auf einmal ein gigantischer Druck aus und ich brauchte echt einen Moment, um zu kapieren, was denn jetzt plötzlich los war: der Einlass begann. Ich bezweifelte echt, einen Platz in der ersten Reihe zu bekommen, da ca. 25 Leute vor mir standen und das Palladium zwar 4000 Leute fasst, jedoch sehr lang und schmal ist. Das heißt natürlich, dass die erste Reihe auch nicht besonders breit ist. Durch den Druck bewegte ich mich nach vorne (ich selber hab meine Beine nicht bewegt, das ging automatisch^^). In der Schleuse sah ich nur, wie Saskia über dem Gitter hing und ich musste mich vorbeiquetschen. Anschließend suchte ich mir eine Securityfrau aus, ließ mich abtasten und ging in die Halle. Gerade, als ich losrann, hieß es von den Securities, dass das verboten sei. Okay, dann nicht. War schon bescheuert, dass alle Fans dann total angestrengt in die Halle gingen und sich zusammen reißen mussten xD. Kurz vor der Absperrung rannte ich dann aber doch und erwischte einen Platz in der ersten Reihe vor Cindia! Ich machte mich breit, um wenigstens einem der anderen Mädels freihalten zu können und schließlich landeten Saskia und Tim rechts von mir. Sie erzählte mir dann auch, warum sie über dem Gitter gehangen hatte: die Eintrittskarte war ihr hinter der Absperrung auf den Boden gefallen! Ich hätte glaube ich die Krise bekommen. Auf jeden Fall war mein Gewissen nun leichter. Ich hatte sie zwar platt gedrückt, ihr dafür aber einen Platz in der ersten Reihe frei gehalten. Sarah und Janine bekamen leider keinen Platz mehr ab und standen dann in der Mitte der zweiten Reihe.
Von da an waren die restlichen zwei Stunden Wartezeit zwar auch zäh, aber wo ich gerade darüber schreibe, kommt es mir gar nicht wie zwei Stunden vor. Ich zog mir gleich Mantel und Pullover aus, sodass ich dort im T-Shirt saß. Das war ziemlich dämlich, da ich dann schon wieder total fror, da ich gedacht hätte, es wäre hier in der Halle wärmer. Das sind die Nachwirkungen vom Bielefelder Blechdach, kein Wunder, dass ich dachte, in der Halle wäre es von Anfang an heiß! *g* Saskia und ich quatschten die ganze Zeit so viel, dass wir schon Halsschmerzen bekamen, außerdem vertrieb ich mir die Zeit mit einem Deutschrockkatalog, der plötzlich vor meinen Füßen lag. Gegen halb acht stellten wir uns hin und konnten schon mal ein bisschen unter den Vorhang gucken, da er genau vor uns ein Stückchen höher hing. Wir haben aber nur Roadie-Füße auf der Bühne gesehen und das Mädel links von mir kreischte einmal los, weil sie Farins Kopf neben der Bühne gesehen hatte. Ich hab dann mit einem unauffälligen „Aber gleich nicht so kreischen... biiiiitte...“ versucht, ihr klarzumachen, dass sie gleich bitte nicht komplett austicken sollte, wenn Farin auf die Bühne kommen würde^^.

Irgendwann ging die Hintergrundmusik, die aus Rocklegenden wie Sean Paul (?!?!) bestand, aus und es wurde dunkel in der Halle. Ein Gong erklang, alle jubelten und dann war es Ewigkeiten still, bis noch ein Gong erklang. Schließlich erlösten uns die ersten Akkorde von „Nichimgriff“ und der Vorhang fiel erst zur Hälfte runter, um dann doch hoch gezogen zu werden. Interessante Technik^^. Da waren sie: Cindia, Farin, Nessie, Annette, Celina, Simone, Vanessa und Rachel! Die Bläser waren noch nicht zu sehen. Die Bühne war dieses Mal sehr elegant gestaltet, sage ich mal. Im Hintergrund hingen nur versetzt schwarze und rote lange Tücher. Also das Unendlichkeitssymbol und das FU/RT hatte mir da besser gefallen, aber na gut, sie werden mittlerweile erwachsen ;-). Es folgten „Unscharf“ und „Ich gehöre nicht dazu“, wobei ich besonderes letzteres live ja sehr mag. Nun war Zeit für eine Ansage, an die ich mich leider nicht mehr so gut erinnere *g*. Jedenfalls stellte Farin uns seine neue Gitarre vor, die schlicht schwarz ist und keinen Totenkopf mehr hat. Finde ich persönlich ja echt blöd! Aber mich fragt ja niemand ;-). Bei den ersten Liedern zeigte Farin Mattn auch sehr oft an, dass der Sound nicht so gut wäre. Sag ich doch, die Gitarre ist blöd^^. Aber zurück zur Ansage: ein Mädel rief „Ausziehen!“ und daraufhin meinte Farin, dass sie sich ja ausziehen könne. Im selben Atemzug bat er Lui, es vorne mal dunkel zu machen, da er das nicht sehen wolle. War ja schon gemein^^. Anschließend mussten wir gleich eine komplizierte Laola machen und als wir bei „Am Strand“ mitsangen, unterbrach Farin das heillose Durcheinander und erklärte wie so oft, dass die Damen hinter ihm nicht nur zur Zierde da seien. Schließlich waren wir doch noch im Takt und beim folgenden „1000 Jahre schlechten Sex“ gab es bei „uuuuuund wenn du schläfst“ eine schicke, unangekündigte Laola. Wenige Momente vorher hatte Farin noch davon gesungen, dass er nicht tanzen könne und wollte uns nun in „I.f.d.g.“ mit Hilfe der Sängerinnen vom Gegenteil überzeugen. Es war echt zum Schießen *g*. Denn nach „Das Leben kann so schön sein, wenn man ab und zu mal tanzt, stell dich in die Mitte und zeig uns, was du kannst“ bildeten die Sängerinnen einen Halbkreis um den Herrn U. und er ist voooll abgegangen. Klar, das war einstudiert, aber das sah auch echt genial aus ;-D. Vor allem hat er gar nicht mehr aufgehört ;-). Jaja, ich hatte da echt Spaß beim Zugucken und war da wohl nicht die einzige. Nach dem Song meinte Farin, im folgenden Lied würde relativ oft das Wort „Krieg“ vorkommen, was daran läge, dass das Lied „Krieg“ heißen würde. Juhu! Ich liebe das Lied! =) War neben „Karten“ eindeutig die beste Hörprobe, die es vorm Release gab, finde ich. Jedenfalls bat Farin uns nun, dass wir jedes Mal „Uuuh!“ singen sollten, nachdem im folgenden Song das Wort „Krieg“ gefallen wäre. Das hat er gleich mit uns geübt und wir reagierten sogar bei Sachen à la „Ich krieg zu viel“ *g*. Schließlich war es Zeit für das Lied und dabei ist mir dann auch aufgefallen, dass dieses „Uhhh!“ überhaupt nicht ins Versmaß passt. Also die Publikumsgesänge, die er mit den Ärzten immer bei „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)“ fordert, passen ja meistens in den Song, aber bei „Krieg“ ging das gar nicht. Boah, hat sich das schrecklich angehört^^. Bevor es dann richtig losging mit „Krieg in der Stadt, Krieg am Regal (...)“ rief Farin einmal laut „Achtung!“ ins Mikro und sang die ersten Zeilen sogar noch mit, bevor er dann die Damen übernehmen ließ, einen Schritt vom Mirko zurückging und loslachte xD. Am Ende des Songs hieß dann auch „Krieg!“ statt „Kraftwerk“. Gesitteter ging es bei den nächsten Liedern zu, die aus „Der ziemlich okaye Popsong“, „Gobi Todic“ (er ist zurück ;-)), „Petze“ und „Lieber Staat“ bestanden. Nun folgte ein Highlight des Abends. Farin kündete erstens an, dass Celina nun zum zweiten Mal in ihrem Leben auf der Bühne Gitarre spielen würde und entschuldigte sich zudem schon mal dafür, dass er nun mit einer sehr hohen Stimme singen müsste. Schließlich folgte „Pakistan“! Ich liiiebe dieses Lied und hatte schon Angst gehabt, dass sie es nicht spielen würden, da es nach dem Tourstart in Düsseldorf in Köln 1 nicht gespielt worden war. Aber nein, Glück gehabt. Noch besser ging es mit „Niemals“ weiter. Ich hätte nie gedacht, dass dieser Song live so ein Hammer ist. Klar, auf CD ist er schon genial, aber live hat er mich einfach weggepustet. Als danach sofort auch noch „OK“ gespielt wurde, hätte ich auch getrost sterben gehen können. Hatte ja alles erlebt, was ich erleben wollte ;-).
Zeit zum Durchatmen erhielten wir nun bei „Die Leiche“. Als ich gehört hatte, dass sie das Lied live spielten, war ich nicht so überzeugt, aber es war dann doch echt cool. Danach folgte „Atem“, war auch ganz okay, hätte ich aber nicht unbedingt haben müssen. Dazu war die Ansage jedenfalls sehr cool. Bereits am Vorabend hatte Farin offenbar festgestellt, dass das Kölner Publikum sehr unromantisch war und griff diese Tatsache nun wieder auf. Deswegen kündete er den Song als das Lied an, dass man ja vorm Ficken spielen würde. Okay, das war dann wirklich unromantisch^^. Farin meinte auch noch, dass wir das bloß nicht zitieren sollten... mh... egal ;-). Kurz zuvor war das Niveau schon mal auf einem etwas tieferen Punkt gewesen, aber ich weiß nicht mehr, wann genau. Auf jeden Fall hatte ein Mädel „Votze“ gerufen, was Farin zu einem Monolog über „Votzen und Schwänze“ ermunterte. Ich glaube, es war sogar vor „Atem“, was auch die unromantische Ansage zu diesem Lied erklären würde ;-).
Mit „Sonne“ ging es danach weiter, was dann eindeutig wieder mehr nach meinem Geschmack war. Hach, ist doch jedes Mal herrlich. Besonders das Intro des Songs mit der Bass- und der Gitarrenlinie mag ich echt sehr gern. „Unsichtbar“ und „Alle dasselbe“ folgten und vor „Zehn“ verlangte Farin dem Publikum sportliche Motivation ab: wir sollten eine Kniebeuge machen, um zu zeigen, wie fit wir waren! Farin entdeckte im hinteren Teil des Publikums jemanden, den er mit „Hehe, ich mach gleich fünf Kniebeugen, dann krieg ich nen Sternchen!“ synchronisierte *g*. Die Tribünenmenschen sollten auch zeigen, was sie konnten und als einer sich festhielt wurde er sofort als Weichei bezeichnet ;-). Außerdem ermahnte Farin uns, dass wir den „Scheißtribüne“-Sprechchor einstellen sollten. Das könnte man doch so nicht sagen! Denn in Wirklichkeit hieß es doch „Dreckstribüne“! Oooookay... wieder was gelernt^^. Nach „Zehn“ kam der letzte Song: „Karten“! Yes! Eindeutig einer meiner Lieblingssongs auf dem aktuellen Album. Ich hatte soooo gehofft, dass es live gespielt werden würden und da wohl Glück gehabt. =) Denn nicht alle Songs, die man vom Farin toll findet, bekommt auch live zu hören. *hust* „Allein“ *hust*
Die Band legte sich richtig ins Zeug und verließ danach die Bühne, was hieß, dass sie direkt vor mir herging, da es an Cindias Seite zum Backstage ging. Meine Aufmerksamkeit war jedoch gerade nicht bei der Band und als ich dann doch aufblickte, sah ich noch, wie Farin innehielt und genau in Saskias und meine Richtung ein Plektrum warf. Saskia bekam es auch nicht mit, aber die Mädels links von mir und ich streckten natürlich die Arme aus, aber wir fingen es leider nicht. Super gemacht, Nina, da wirft er dir ein Plektrum zu und du guckst zu spät^^. Okay, es war wohl nicht spezifisch für mich, aber genau meine Richtung. Na ja, egal. Hmpf.

Es wurde Wasser verteilt und ich war ganz überrascht, als alle ihre Becher behielten und nicht wie sonst üblich weitergaben. Okay, dann hab ich das halt auch so gemacht, aber irgendwie hatte auch eh jeder nen Becher. Und besonders heiß war es auch nicht in der Halle, aber so ein bisschen Wasser tut ja trotzdem gut.
Nun folgte eine Zugabe, die meiner Meinung nach sehr merkwürdig war. Nur ein Bruchteil des Racing Teams kam auf die Bühne, Farin und Simone sangen „Phänomenal egal“ und gingen danach wieder von der Bühne. Äh... sind sie jetzt schon so alt, dass sie nach jedem Song eine Pause brauchen? Farin meinte noch „Wir gehen jetzt von der Bühne, damit ihr Zugabe rufen könnt!“ und weg war er. Des Rätsels Lösung ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn der Vorhang wurde erneut heruntergelassen und auf der Bühne offenbar umgebaut. Wenige Momente später fuhr der Vorhang langsam hoch und uns bot sich ein geniales Bild: das Racing Team stand mit Ausnahme von Nessie und Cindia in einer geraden Reihe auf der Bühne und jeder hatte eine große Trommel vor sich. Dann begannen sie synchron loszutrommeln, das war total genial! War echt beeindruckend. Lustig fand ich es auch, als Simone sich einmal verspielt hat *hehe*. Nach einiger Zeit ging Farin nach vorne ans Mirko, die Gitarre hatte er auch wieder um und er begann mit dem Gesang von „Die Insel“. Allmählich ging der Rest des Teams auch wieder an seinen Platz, während Nessie, Farin und Cindia weiter spielten. Das hat echt Stimmung gemacht! Jetzt mag ich das Lied gleich noch mehr ;-). Es folgten „Trotzdem“ und „Unter Wasser“, wobei ich ja besonders auf letzteres noch gewartet hatte. Ohne „Unter Wasser“ wäre ich nicht nach Hause gefahren, so. Ein letztes Mal verließ das Farin Urlaub Racing Team die Bühne und anschließend stellte Farin die Band bei „Wo ist das Problem?“ vor. Neu war hier, dass vor der Vorstellung der Bläser die Melodie der „Tex Avery Show“ eingespielt wurde und die Sängerinnen dazu Saloon-mäßig tanzten. Da hab ich nicht schlecht geguckt *g*. Es folgten das obligatorische „Abschiedslied“ und „Zehn 2“ („Manchmal zähl ich weiter und sag 17!“) und ich machte schon meine Kamera an, um ein Foto zu machen, wenn die Band sich gleich verbeugen würde. Falsch gedacht! Farin meinte, dass sie nun als Dankeschön für zwei ausverkaufte Konzerte hintereinander in Köln noch einen Song spielen würden. Hey, das war ja mal cool! Ich hatte nach „Zehn 2“ noch nie ein weiteres Lied gehört und wollte das auch Saskia mitteilen. Allerdings brach da gerade der Lärm von „Noch einmal“ los und sie hat kein Wort verstanden ;-). Danach war jedoch endgültig Schicht im Schacht und das Racing Team verließ nach einer kollektiven Verbeugung die Bühne.

Wir warteten nicht auf Autogramme und ich verließ das Palladium zusammen mit meinen Jazzfäst-Bekanntschaften. Nachher erfuhr ich, dass Nessie noch zu den Fans gekommen war. Aber das war jetzt auch egal, ich wollte nur unter eine Dusche und außerdem hatte ich schon zwei Mal das Glück gehabt, Nessie zu treffen. War zwar immer nur sehr kurz, aber ich war nicht traurig darüber, nicht gewartet zu haben. Saskia, Sara, Tim, Janine und ich gingen die Strecke zur Straßenbahnstation zurück. Dort musste ich auf die Bahn warten, während sie mit dem Bus fuhren. Nach ca. einer halben Stunde kam ich total durchgefroren in der Jugendherberge an, außerdem war ich leicht zugeschneit, weil es dann doch noch zu schneien begonnen hatte.
Am nächsten morgen hatte ich noch Zeit und spazierte am Rhein entlang, wobei ich verzückt den Dom entdeckte, außerdem machte ich McDonalds reich, da ich einen Mordshunger hatte und das Frühstück in der Jugendherberge vertrödelt hatte. Mittags kam ich dann erleichtert zu Hause und war froh, das alles überlebt zu haben, ohne erfroren zu sein. ;-)


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