reflections

30.06.2008 – Die Ärzte in Bielefeld

Vollständig erholt von Braunschweig ging es am 30.06. für Ginny und mich weiter nach Bielefeld. Dieses Mal hatten wir uns überlegt, näher an der Seidenstickerhalle zu parken, woraus aber letztendlich nichts wurde *g*. Denn erst standen wir auf dem Firmenparkplatz gegenüber der Wiese, die zum Backstagebereich der Halle gehörte (man muss dazu sagen, dass diese Wiese alles andere als versteckt ist). Nach dem Aussteigen fragten wir einen Mann der dazugehörigen Firma, ich glaube, es war ein Autohaus, ob wir dort stehen bleiben konnten. Auf jeden Fall war das nicht der Fall und so verschlug es uns wieder in die Ecke, in der ich drei Wochen zuvor auch geparkt hatte. Aber egal, immerhin hatten wir so einen kostenfreien Platz. Auf dem halben Weg zur Seidenstickerhalle fiel Ginny auf, dass sie ja ihre Brille noch auf hatte und brachte sie wieder zurück zum Auto, während ich schon mal zur Halle ging. Dort waren natürlich schon alle Schleusen besetzt, es war ja auch schon halb zwölf. Allerdings saßen in der äußersten Schleuse Sarah und Saskia, die wir letztes Mal kennen gelernt hatten, und in der Schleuse daneben lagen Lavenia und Dennis rum, womit wir schon mal gute Warteplätze sicher hatten. Ich lehnte mich an das Metallteil zwischen den Schleusen und hatte somit wohl den letzten guten Warteplatz bekommen, später hätten wir da echt nicht auftauchen dürfen. Auf jeden Fall war uns schon Mal ein Platz in der ersten Reihe so gut wie sicher. Wenig später tauchte auch Ginny auf und die Wartezeit ging echt angenehm schnell um! Immerhin dauerte es noch über sechs Stunden bis zum Einlass. Gott sei Dank hatte ich einen Regenschirm dabei, den wir als Sonnenschutz nutzten und darunter munter mit Rätselheften beschäftigt waren. Eigentlich hätten wir auch eine Bild Zeitung gehabt, aber die hatte ich ja aus Versehen im Laden liegen lassen *grummel*.

Ginny und ich merkten irgendwann, dass unser Getränkevorrat echt ziemlich knapp war und so machte ich mich auf den Weg zum Supermarkt, um Wasser zu kaufen. Er war nicht schwer zu finden und der Fußweg von ein paar Hundert Metern tat echt gut. Kurz bevor ich weggegangen war, waren wieder Boxen aufgebaut worden und als ich wieder zur Halle kam, dröhnte schon eine sehr seltsame Musik an meine Ohren. Sie war von einem Mann gesungen und deutsch und handelte größtenteils von Wodka^^. Ginny sah mich schon extrem gequält an, aber ich fand es ganz lustig *g*. Allerdings waren auf der CD nur zwei oder drei Lieder drauf, die immer wieder liefen. Nach einer Zeit wurden die Boxen dann einfach wieder abgebaut und die Musik war weg. Jaja, da hatten die drei Herren von den Ärzten sich wohl mal wieder einen Scherz erlaubt. Zwischendurch kam Anja zu uns und wir quatschten noch ein bisschen über das Braunschweig Konzert, außerdem riss ich ihr eine Seite aus meinem Rätselheft heraus. Wie immer lernten wir noch weitere Fans kennen und quatschten echt viel mit ihnen, es war einfach recht unterhaltsam =). Zwischendurch wurde es mir einmal trotz Schirm zu heiß und so spazierte ich ein bisschen im Schatten rum und setzte mich unter einen Baum auf der Wiese direkt vor der Halle. Wäre ich mal zu der Wiese direkt hinter der Halle gegangen, auf der saß nämlich Farin rum, wie ich später erfuhr. Aber da wäre ich wahrscheinlich sowieso sofort runtergeschmissen worden *lach*. Na ja, ich ließ es mir auch so gut gehen und irgendwann kam eine Familie mit zwei Kindern vorbei und fragte, was denn hier los sei. Ich erklärte, dass Die Ärzte hier heute Abend spielen würden und bekam von dem Mann nur ein „Die Ärzte?? Ich dachte, die wären tot!“ zu hören. Nein, dass sind sie Gott sei Dank noch nicht. Nach einer knappen Viertelstunde gesellte ich mich wieder zu den anderen an die Schleusen und irgendwann war es dann so weit: Einlass! Ich stand in der Schleuse hinter Lavenia und Dennis, Ginny stand in der anderen Schleuse hinter Saskia und Sarah, war echt praktisch. Als ich schließlich abgetastet wurde, prüfte die Security Frau nur einmal ganz kurz meine Hosentaschen und da ich es gewohnt war, dass das Kontrollieren immer ewig dauert, blieb ich stehen, bis sie meinte, dass ich doch schon gehen könne. Achso xD. Also schnell laufen! Ich raste mal wieder die Treppen runter und dabei verteilte sich das Wasser der offenen Flasche in meiner Hand munter über meinen Arm. Schnell war ich vorne und sicherte mir einen Platz in der Mitte der ersten Reihe. Ich machte mich mal wieder breit und schnell landete Ginny rechts von mir. Geschafft! Da war ich glücklich =). Wir würden also später vor Bela stehen, jedoch so, dass Farin näher war als Rod.

Nun war es kurz nach sechs und die Vorband „Blowfly“ würde um acht Uhr anfangen zu spielen. Die Zeit dahin ging aber auch gut um. Denn Ginny und ich tauschten mit einem Mädel die Plätze, sodass wir noch näher an Farin heran kamen. Außerdem entdeckte einer der Securitys den dunkelroten Sonnenbrand auf meinen Schultern, den ich mir wohl beim Warten zugezogen hatte. Er gab mir daraufhin ein Erfrischungstuch, was ich echt total nett fand! Es tat echt gut, die Haut ein bisschen zu kühlen. Security Christian kam natürlich gleich mit einem „Oh, guck mal, Nina hat einen Sonnenbrand! Da kann man ganz toll drauf rummalen!“ auf mich zugestürmt, machte seine Drohung dann aber doch nicht wahr. Ginny und ich quatschten vor allem mit dem Mädel neben Ginny und ließen Christian noch ein Foto von uns machen. Gegen acht Uhr betrat Rod unter lautem Jubel die Bühne und sagte nach einem „Hallo Blechdach!“ die Vorband an. Und was dann geschah.... war echt nicht schön xD. Rod verließ die Bühne wieder und stellte sich an den Rand, wo er auch gleich Gesellschaft von Farin bekam (das Mädel neben mir und ich konnten uns ein Winken für ihn nicht verkneifen).

„Blowfly“ betraten die Bühne, der Sänger, ein ziemlich in die Jahre gekommener, dunkelhäutiger Mann in einem Glitterkostüm war eine Strafe für meine Augen, die nur von seiner Tänzerin und Sängerin getoppt wurde. Sie war auch nicht mehr die jüngste, hatte keine Modelfigur und steckte trotzdem nur in einem Hauch von Kleidung, der sich während des Auftrittes stets verkleinerte. Bah! Es war abartig! Das einzig amüsante war Rods gigantisches Grinsen. Er konnte sich sein Lachen nicht verkneifen und fotografierte munter die erste Reihe, die nur geschockt da stand (ich natürlich ganz vorne mit dabei, boah, ich konnte nicht fassen, was die uns da für eine Vorband zeigten^^). Sehr lustig fand ich jedoch, wie die Sängerin sich an die Securitys ran machten, die direkt vor der Bühne im Graben standen. Tja, Christian, das war die Strafe dafür, dass du auf meinem Sonnenbrand rummalen wolltest *g*. Aber ich hatte doch Mitleid.

Wunder gibt es ja bekanntlich immer wieder und somit waren wir „Blowfly“ nach einer knappen halben Stunde wieder los. Der „Achtung Jazz“ Vorhang wurde runtergelassen und ich wollte eigentlich die Aufschrift fotografieren, bekam aber nur das „a“ des „Jazz“ drauf, weil wir zu nah dran waren ;-). Die Lichtmänner kletterten mit akrobatischen Einlagen hoch und schließlich wurde es dunkel in der Seidenstickerhalle. „Wir woll’n die Ärzte sehen“-Chöre schallten durch die Halle kurz darauf begann das übliche Intro vor „Himmelblau“. Allerdings erklangen dabei seltsame Geräusche, da standen wohl ein Schaf, eine Kuh und eine Ente hinter dem Vorhang *lach*. Zwischendurch auch ein Schwein, dem Grunzen nach zu schließen. Ich musste bereits jetzt breit grinsen und dann endlich begann „Himmelblau“! Es wurde mitgeklatscht und Farin begann zu singen. Oh mein Gott, dieses Lied verpasst mir jedes Mal eine Gänsehaut, das ist wirklich unbeschreiblich, sogar jetzt beim Schreiben. Nach dem folgenden „Lied vom Scheitern“ sang Ginny mir schon „Endlich kommt der Sommer wieder“ zu, da wir es an dieser Stelle von Bielefeld 1 und Braunschweig gewohnt waren. Aber nichts da, die Ärzte spielten „Hurra“! Wir waren komplett begeistert, das hatten wir schon seit ein paar Konzerten nicht mehr gehört. Anschließend begrüßten die drei Götter uns, wobei Bela über Farin sagte, dass dieser nebenbei noch Dachdecker sei, mit einer Spezialisierung auf Blechdächer. Farin fragte uns, wer von uns letztes Mal ebenfalls hier gewesen sei. Einige Leute meldeten sich, was Farin mit einem „Seid ihr bescheuert?!“ kommentierte. Tja, wir sind halt hart im Nehmen ;-). Die Stimmung war auf jeden Fall trotz Blechdach bereits jetzt ausgezeichnet, was sich auch herausstellte, als Farin von uns einen „Heyyeahyeheah!“ Sprechchor verlangte und sofort mit der Lautstärke zufrieden war. Normalerweise muss er ja immer noch mal meckern. Auf jeden Fall nannte er uns schon „mein Ostwestfalen“. Das nächste Lied wurde zur Abwechslung mal von Rod angesagt. Er wollte ein „Acht“, „An“ und ein „Abl“ von uns, so war klar, dass „Angeber“ folgen würde. Noch mal ein Lied, das wir auf dieser Tour noch nicht gehört hatten! Das folgende „Heulerei“ war an diesem Abend besonders, sag ich mal. Erst hatte ich Augenkontakt mit Farin (nur um es noch einmal zu erwähnen: über so etwas freue ich mich immer, auch, wenn das für andere Leute vielleicht unverständlich ist) und dann wurde der Vater des Mädels neben mir rausgezogen. Er sah echt schlimm aus, total fertig. Das Mädel neben mir war total geschockt und ihr kamen die Tränen angesichts ihres Vaters. Und das bei „Heulerei“. Ich tröstete sie und fragte sie, ob sie raus wolle, aber sie verneinte. Schließlich meinte sie noch, dass auch nur sie es hinkriegen würde, bei diesem Lied zu flennen und riss sich zusammen. Der Schock war schnell überwunden und so ging es fröhlich weiter mit einem weiteren Highlight: „Geh mit mir“. Das hatte ich persönlich noch nie live gesehen und freute mich natürlich um so mehr =). Danach war wieder Quatsching-Time, in der Farin uns fragte, ob Schuppen in Bielefeld ein großes Problem wären, denn immerhin hing hinten in der Halle eine riesige „Alpecin“ Werbung. Dass wir uns alle nach dem Schild umguckten, kommentierte er mit einem „Ah, da drehen die sich jetzt echt um, cool“. Ja, so genau hatten wir uns die Werbung auch noch nicht angeguckt ;-). Rod machte auf die Sparkassen Werbung aufmerksam und wollte gleich Versicherungen verkaufen. Anschließend sangen die Ärzte für ein Mädel namens Janina „Zum Geburtstag viel Glück“, da es ein Schild hochgehalten hatte und heute wohl Geburtstag hatte. Danach mussten wir zu ein bisschen Begleitmusik von Bela und Rod tanzen. Diese Melodie spielten sie noch öfter am Abend an, aber ich kannte sie leider nicht. Vielleicht war sie ja auch frisch ausgedacht, wer weiß. Danach folgten noch Trockenpogo (also ohne Musik) und nach ein bisschen mehr Hirnschwund ging es mit „Rettet die Wale“ und „Ein Mann“ weiter.
Als das Lied zu Ende war, trainierte Farin uns im Jubeln und regulierte die Lautstärke zwischen Männern und Frauen. Als wir dann offenbar passend laut waren, wurden „Vokuhila Superstar“ und „Deine Schuld“ gespielt. Bei letzterem machte Farin überraschenderweise heute nicht die Schrei-Übung vor den ersten Tönen, was mich sehr erfreute. Denn so wirkt der Song einfach besser! Nun war es Zeit für den ersten Seitentausch und Rod stand nun vor uns. Farin meinte nur „Habt ihr schon mal was von belegten Brötchen gehört?“ Rod fuhr fort mit „Mein Großvater war Brötchenschmierer in Herford und pflegte zu sagen: Wenn der Aufschnitt alle ist, kommt die schlimme Augenwurst aus der Hölle zurück!“ Und dann war „Anti Zombie“ dran! Jaaaaahh!!! Das hatte ich noch nie live gesehen, aber es mir schon sooo lange gewünscht! Zwar bekamen Ginny und ich bei diesem Song unglaublich viele Crowdsufer-Füße ab, genossen es aber dennoch. Hach, toll. Demensprechend fiel auch der Applaus aus und wurde von DÄ als „sauber“ quittiert. Farin fragte nun, ob wir wüssten, warum Rod als Zombiejäger so erfolgreich ist. Dies wurde im nächsten Song beantwortet, denn dieser begann mit „Keiner sieht mich“. Yes! Was war das nur für eine geile Setlist! Ich war einfach nur begeistert und bei Rods Soli starrte ich ihm sprachlos auf die Finger und konnte einfach nicht fassen, wie genial das alles hier war. Wir hatten geniale Plätze, die Setlist war genau nach meinem Geschmack und wir konnten alles einfach nur genießen. Anschließend wechselte Rod die Gitarre und sang uns den „1/2 Lovesong“. Eingeleitet wurde dieser allerdings sehr komisch mit einem „I see you masturbading at your door, Hello.. It’s my dick you’re looking for... I can see it in your eyes.. I can see it in your smile..” Ja gut, abgesehen von dem Text hat sich das trotzdem gut angehört und war ein gutes Intro zum Lovesong *g*. Danach kam Farin wieder zu uns und es gab wieder eine Menge Hirnschwund und Laolas, wie z.B. die Höflichkeitslaola und die Schön-hier-Laola, bevor „Radio brennt“ gespielt wurde. Dort lief diesmal „Zitroneneis“ im Radio. „Lasse redn“ folgte, wonach es mit „Der Graf“ wieder etwas ruhiger wurde. Hierzu muss ich mal etwas sagen: Jedes Mal, wenn Bela Sticks in der Hand hatte und auch nur in die Nähe des Bühnenrands kam, drängten die Leute so sehr gegen das Absperrgitter, dass ich irgendwann nur noch „Bela, geh wech!“ dachte. Mensch, das ging ja gar nicht^^. So war es auch, bevor Bela sich auf sein Stühlchen am Bühnenrand setzte, sodass ich echt froh war, als er endlich seine Stöckchen losgeworden war. Ich habe auf jeden Fall keinen gefangen, da ich nur noch damit beschäftigt war, mir die Ellenbogen der anderen Leute aus dem Gesicht zu halten.
Anschließend ging Bela wieder hinter das Schlagzeug und Farin begann mit „Es ist vorbei...“ Ich war begeistert! So hatten wir doch tatsächlich alle Balladen der Tour gesehen, die im Wechsel gespielt wurden: Nie gesagt, Nur einen Kuss und Nichts in der Welt. Es war wirklich sehr schön, auch, wenn Bela und Rod große Hexennasen trugen. Im Anschluss spielten die Ärzte „Alleine in der Nacht“, was für mich ungefähr mit „Anti-Zombie“ gleichzusetzen ist: ich wollte es schon ewig live sehen und dies geschah an diesem Abend zum ersten Mal. Sagte ich bereits, dass ich diese Setlist liebte? *g* Nun war auf jeden Fall Zeit zum Funken und der Sprechchor, der darin dieses Mal verlangt wurde, war wirklich sehr lustig *g*. Auf Farins „Pflegeleicht“ folgte ein „Buuuh!“ der Jungs. Die Mädels antworteten mit „Super“, woraufhin die Jungs mit „Nee“ konterten. Die Mädels meckerten „Doch!“ und die Band beendete die Diskussion mit „Na jut!“. Ey, es war grandios xD. Selbst die Band musste die ganze Zeit lachen! „Studentenmädchen“ wurde danach in erst in einer langsam und dann in der Originalversion gespielt. Ich muss gestehen, dass ich hier nur teilweise mitsingen konnte, weil ich das Lied nur extrem selten höre. Es gefällt mir einfach nicht^^. Partystimmung kam dann aber wieder mit „Westerland“ auf, wobei ich persönlich das folgende „Ignorama“ sogar noch besser fand =). „Wie es geht“ war das vorletzte Lied des Anfangsblockes, „Rebell“ sollte das letzte sein. Davor verquatschten die Ärzte sich allerdings so sehr, dass die Ansage zu einem der Highlights des Abends wurden. Erst verarschten sie die Toten Hosen (unter anderem fragte Bela, wo die Leiter sei und Farin bot ihm eine Räuberleiter an... eine Anspielung auf Campinos Bühnenkletterei? ;-)), aber das beste kam noch. Denn anschließend coverten sie alle möglichen Lieder. Das ging über „Ein Männlein steht im Walde“, „Alle meine Entchen“, „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ und „Wer hat die Kokosnuss“ geklaut bis zu „Manamana, Badipidipi!“ Letzteres gefiel mir ja persönlich am besten und die Lachanfälle der Band waren auch sehr gut anzusehen *lach*. Übertrumpft wurden sie höchstens von unseren eigenen. Farin wollte mit dem Blitzdingsda aus „Men in Black“ unser Gedächtnis löschen, aber kurz darauf begann Bela, mit einer Tröte rumzuquietschen. Farin drohte ihm, ein weiteres Lied zu covern, sollte Bela noch einmal quietschen. Bela lies sich das natürlich nicht nehmen und so bekamen wir „Wir lagen vor Madagaskar“ zu hören. Es gab noch ein paar mehr komische Lieder, bevor „Rebell“ tatsächlich gespielt wurde *g*.
Danach war das Ende des Anfangsblockes erreicht und Bela, Farin und Rod verließen die Bühne zum ersten Mal.

In der Pause gab es Wasser für die ersten Reihen und die Erfrischung war auch echt nötig. Zwar war es nicht so heiß wie beim ersten Bielefeldkonzert, aber kalt war es auch nicht *g*.
Nach einiger Zeit standen die Drei wieder auf der Bühne und es ging weiter mit „Das ist Rock’n’Roll“, „Perfekt“ und „Junge“, letzteres natürlich mit obligatorischer Wall of Death. Es gab eine weitere Pause und zur zweiten Zugabe erschienen Die Ärzte mit „Schunder Song“ und „Ist das alles?“. War es natürlich nicht und ein Highlight folgte: „Unrockbar“! Wirklich jedes Mal gigantisch, wenn tausende Leute zum Refrain aufstehen und dann die Post abgeht.
Zum letzten Zugabenblock erschien Rod alleine auf der Bühne, mit ihm sein Keyboard. Gespannt warteten wir darauf, was Bela und Farin sich wohl heute Abend einfallen lassen würden, um Rod aus der Fassung zu bringen. Nach ein paar Momenten sah ich Farin, der links neben der Bühne stand. Er ging plötzlich in die Knie und robbte hinter dem Verstärkerturm vorbei auf die Bühne. In der Hand ein Mikro und im Gesicht ein breites Grinsen *g*. Er robbte weiter zu Rod und begann, an ihm rumzufummeln. Bela kroch von der anderen Seite zu Rod und betatschte diesen. Es war wirklich herrlich *lach*. Sie zogen Rod dann aber doch nicht aus und gingen irgendwann zu ihren Plätzen zurück. Anschließend fragte Rod nur „Was ist denn hier los, sind heute die Hobbits unterwegs, oder was?“ Richtig Spaß hatten wir auch bei „Wir sind die Besten“, was anschließend gespielt wurde. Absolut einer der besten Songs, die Herr U. je geschrieben hat! Sogar mit Textveränderung, oder singt Farin immer „Ihr habt sie ja nicht alle / in der Seidenstickerhalle!“? *g* „Schrei nach Liebe“ folgte, ebenfalls wie immer ein absoluter Knaller. „Zu Spät“ bildete den Abschluss und hier spielte Farin sogar zwischendurch Schlagzeug „wie ein Neandertaler“, während Farin „mit einer Quäkstimme“ wie Farin sang. Anschließend kreierte Bela noch eine „Zu Spät“ Laola und nach einer letzten kurzen Verschnaufpause gab es die Playbackversion von „Vorbei ist vorbei“. Danach verschwanden Bela, Farin und Rod endgültig und ich war echt ein bisschen traurig, dass es jetzt erst mal das letzte Die Ärzte Konzert für mich gewesen war. Ich krieg davon einfach nicht genug!

Ginny und ich verließen die Seidenstickerhalle und nur kurze Zeit später waren wir bei mir angekommen, wieder zu Hause, raus aus der Welt, in der alles perfekt ist und man alle Sorgen vergessen kann. Die Konzerte sind jedes Mal die besten Abende des Jahres und ich freue mich schon darauf, im November und Dezember mit dem Racing Team zu rocken!


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