reflections

16.11.2007 – Die Ärzte in Dortmund



Freitag, der 16.11., genau das Datum, an dem die Bahn mal wieder streiken sollte. Also änderten Mary, Claudia, Johanna, Anna und ich unsere Pläne und organisierten uns Eltern, die uns nach Dortmund bringen konnten. Mary und Jojo hätten theoretisch auch selber fahren können, aber wegen mangelnder Fahrerfahrung beauftragten wir dann Claudias und Jojos Eltern ;-).


Gegen kurz vor vier kam ich bei Mary an, wo ich mich zu ihrer Mutter gesellte, da sie selber sich noch fertig machen musste. Kurze Zeit später kam Claudia mit ihren Eltern vorbei und wir setzten uns ins warme Auto, es ging los nach Dortmund. Das war alles schon mal total komisch, ich bin es nicht gewöhnt, so komfortabel zu einem Konzert zu fahren. Ich erinnere da mal an diverse im-Zug-im-Gang-Sitz-Aktionen bei „Rock am Ring“ oder beim „Ärzte statt Böller“ *g*. Von daher war das natürlich auch mal eine schöne Abwechslung. Die Fahrt war saulustig, wir haben einen LKW gesehen, der die „kleinen Preise“ aufgedruckt hatte!! Mein persönliches Highlight des Abends. Okay fast ;-). Außerdem spielten wir „Ich sehe was, was du nicht siehst“, wobei wir jedoch den Fehler machten, immer die gleichen Objekte auszuwählen. Ich weiß nicht, wie oft die Rücklichter der Autos dran waren, aber sie bekamen ziemlich viel Aufmerksamkeit von uns, wenn ich es mal so sagen darf. „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist groß und turmförmig“ war ebenfalls klasse ;-D.

Gegen zwanzig nach fünf erreichten wir die Westfalenhalle 1 in Dortmund und wurden in die Kälte entlassen. Das war echt total eisig *bibber*. Um es mit Farins Worten auszudrücken: „Kalt! Kalt! Kalt!“. Die Schlange war relativ lang und ich machte mich bereits daran, mein Tagesziel zu erreichen. Dies bestand darin, nicht nur die Band zu fotografieren, sondern auch das Drumherum und so mussten die wartenden Fans sich von meinem Blitz nerven lassen. Wir stellten uns an und lauschten den Unterhaltungen der anderen Fans, quatschten selber und regten uns über so manche Weiber auf, die da rum liefen, insbesondere die Minirock-Gattung. War denen nicht kalt?! Wir waren auf jeden Fall sehr froh, dass wir Sitzplatzkarten hatten und deswegen nicht schon früh an der Halle sein mussten, um womöglich einen Platz in den vorderen Reihen zu ergattern. Dieses Konzert war echt mal anders! Und dann auch noch ohne Ginny *ganz unschuldig und verlegen guck*. Der Einlass sollte gegen sechs Uhr beginnen und so um halb sieben waren auch wir drin, wo wir erst einmal die Wärme genossen, die uns entgegenkam.
Wir fanden sofort den Aufgang zu unserem Block, bei dem dann praktischerweise auch die Toiletten waren. Um zu den Sitzplätzen zu gelangen, musste man jedes mal seine Karte zeigen, was man dann natürlich nicht vergessen durfte, wenn man noch einmal runter gegangen war.
Aber nun hieß es erst mal: Plätze suchen. Wir hatten keine Orientierungsschwierigkeiten und fanden sie sofort. Wir setzten uns hin, ließen unseren Blick schweifen und waren einfach nur begeistert! Es war total klasse! Ich hatte erst Angst gehabt, dass wir durch den Blickwinkel vielleicht nur hätten Farin und Bela sehen können, aber das war keinesfalls so. Zwar war die Bühne noch durch einen riesigen Vorhang bedeckt, aber dass wir alles sehen würden, war auch so klar. Der Vorhang sah übrigens total klasse aus, mit dem großen „ä“ und den darunter gekreuzten Knochen drauf.
Wir hielten sozusagen ein kleines Picknick und genossen dabei die Hintergrundmusik, die aus den Boxen kam. Mary wünschte sie ein Lied und tatsächlich wurde es dann auch gespielt („The Pretender“ von den Foo Fighers =)). Ich rief Jojo und Anna an, um mich zu erkundigen, wo sie waren und sie meinten, sie wären gerade auf dem Weg zu den Plätzen. Ich hatte aufgelegt und im nächsten Moment standen sie da. Das Geld hätte ich mir auch sparen können ;-). Sie hatten sich schon mit Merchandising eingedeckt und besonders diese Stofftaschen hatten es mir angetan, weswegen Mary, Claudia und ich noch einmal runter gingen (Karten nicht vergessen!^^). Beim Stand holten wir uns ebenfalls eine Stofftasche, im Gegensatz zu Jojo aber nicht die mit den Knochen sondern die mit dem „Jazz ist anders“ Koch, außerdem holte Claudia sich was zu essen. Danach ging es wieder hoch, wo wir nun auf den Anfang des Konzertes
warteten.

Obwohl es nicht mehr lange dauern würde, zog die Zeit sich ganz schön in die Länge, die uns nur durch die Hintergrundmusik verschönert wurde. Irgendwann war es dann tatsächlich acht Uhr, aber auf der Bühne ließ sich niemand blicken. Durch das Publikum gingen schon viele Laola-Wellen und die Roadies, die zu den Lampen hochkletterten, wurden kräftig angefeuert und bejubelt^^. Wir wurden immer nervöser, als gegen zehn nach endlich die Lichter ausgingen und die ersten Töne von „Himmelblau“ erklangen! Wir klatschten mit und Farin begann zu singen, der Vorhang fiel jedoch noch nicht. Dies tat er erst zu Beginn des Refrains, was aber echt eine sehr nervenaufreibende Wartezeit von ca. zwei Minuten war *lach*.

Trotz Sitzplätzen stand natürlich jeder und da wir nur noch eine Reihe im Block vor uns hatten, war die Sicht genial. Eingeschränkt wurde sie lediglich von dem ca. 20 Jahre alten Kerl, der direkt vor mir stand. Obwohl er niemanden mehr vor sich hatte, stand er auf seinem Sitz und sprang und hüpfte und schrie und wedelte mit seinen Armen, was vor allem Marys Sicht behinderte. Ich hab ja nichts dagegen, wenn man sich bewegt, aber warum musste der Trottel auf seinem Stuhl stehen? Argh.
Nahtlos folgte „Lied vom Scheitern“, ebenfalls vom neuen Album. Die neuen Songs wurden zwar ganz gut angenommen, aber nicht total überschwänglich, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass das Album erst zwei Wochen vorher veröffentlicht wurde. Dass es das Album schon vorher illegal zum Download gab, verschweige ich jetzt mal ganz geschickt ;-). Bei allen anderen Liedern kann man jedoch durchaus sagen, dass da echt die Post abging, so zum Beispiel auch beim folgenden „Wie am ersten Tag“, wonach die Drei uns mit dem üblichen „auuuuuus Berlin“ Spruch begrüßten und sich gegenseitig vorstellten. Farin übrigens als „Senior Farin Urlaub“ und Rod als „der Neue“ *lach*.
Die nächsten Songs waren „Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas“ (jaaaa!!!), „Langweilig“ und „Blumen“, in dessen Zwischenteil ein paar Zeilen von „Gehn wie ein Ägypter“ eingefügt wurden.
Vor „2000 Mädchen“ fragte Rod uns: „Wie viele Mädchen sind tausend Mädchen plus fünfhundert Mädchen plus vierhundert Mädchen plus fünfzig Mädchen plus fünfzig Mädchen?“ Ääääähh... Damit war das folgende Lied dann auch klar *g*. Rod war wohl so überzeugend, dass Farin von Hagen verlangte, die Maske abzunehmen^^. Farin wollte sich jedoch noch mal vergewissern, ob auch alle verstanden hatten, welcher Song nun käme und fragte einen Fan, der ganz vorne stand. Laut Farin antwortete er mit „Geschwisterliebe“, woraufhin Bela ergänzte, dass Farin nun den einzigen Bela Fan im Publikum erwischt hätte, nämlich den einzigen Sonderschüler ;-D. Sie spielten dann aber doch „2000 Mädchen“, gefolgt von „Buddy Holly“, was ich echt total klasse fand, insbesondere mit den Fernsehern, die dazu auf der Bühne auftauchten. Ganz wichtig zu erwähnen wäre noch, dass die Lightshow grandios war, auch schon zuvor bei „Blumen“ zum Beispiel. Von oben, wo man alles im Blick hatte, sah das natürlich echt klasse aus.
Nun war wieder Zeit für einen Song vom neuen Album. Das folgende Lied, „Heulerei“, war mir auf dem Album nie als besonders gut aufgefallen, deswegen war ich umso überraschter, wie gut es live rüberkam. Als der Song zu Ende waren, war Laola-Zeit! =) Farin überlegte, welche Sorte für Laola jetzt angemessen wäre und kam zu dem Schluss, dass eine Handy-Laola doch bestimmt toll wäre. Ich zitiere:

„Habt ihr alle Handys dabei? Handys hoch! Ja Display natürlich an machen, ihr Pfeifen. Gut. Auf den Rängen? Handys raus, raus, raus, raus, alle Handys raus, raus, raus, raus, alle Handys raus! Okay! Und jetzt: Jaaaaa!!!!!! Achtung!! Jetzt nehmt die Handys einfach wieder runter. Das läuft doch schon ganz gut! Hehe! Okay [zum Innenraum], ihr spart euch noch ein bisschen auf, wir fangen mit den Tribünen an. Haaaallooooooo!!! Okay, also im Prinzip ist es wie ne normale Laola nur ihr lasst einen Arm unten und nehmt nur den Handyarm hoch. Wenn ihr nur einen Arm habt, dann nehmt ihr natürlich nur den einen Arm hoch. Wenn ihr gar keinen Arm habt, dann tut ihr nur so.“


Und dann waren wir im Rang dran, wonach der Innenraum folgte, was Farin mit „Sieht doch geil aus!“ kommentierte. Diktator, wie eh und je *g*. Es gab im Laufe des Abends auch noch weitere Laolas, nämlich die „rrrr“-Laola, die „sch“-Laola, die „mmmh“-Laola und, sehr toll, die „ääääää – rzte“ Laola, bei der die Tribüne erst eine „ä“-Laola machen musste, die dann sofort von einer „rzte“-Laola des Innenraums gefolgt wurde. Farin spielte die ersten Töne von „Deine Schuld“ an, woraufhin sehr lautes Jubeln ausbrach. Hach, geiler Song =). Auf jeden Fall kamen Bela und Farin dann auf die Idee, Strom zu sparen, indem sie immer nur die ersten Töne anspielen, das Publikum jubeln lassen und dann zum nächsten Song übergehen würden. Die Idee wurde dann Gott sei Dank doch nicht umgesetzt ;-). Trotzdem testeten sie unsere Schreierfahrung und ließen erst die Frauen, dann die Männer und dann Frauen gegen Männer schreien, wonach die Stimmung noch besser war und kräftig mitgeklatscht wurde. Der nächste Song wurde nicht großartig angesagt (wenn man von dem üblichen kurzen Gequatsche zwischen Songs absieht), jedoch wurde das Intro etwas in die Länge gezogen. Ich erkannte es sofort und konnte es absolut nicht fassen! Dazu muss ich erklären, dass „Living Hell“ und „Allein“ meine absoluten Lieblingssongs vom neuen Album sind und ich in der Setlist vom vorigen Konzert keinen der beiden entdeckt hatte. Da hatte ich wohl nicht richtig geguckt, denn „Living Hell“ war tatsächlich dabei. Ich bin schon ewig nicht mehr wegen eines Songs so dermaßen ausgerastet vor Freude, DAS war echt mein Highlight an diesem ganzen Tag. Die Krönung des Ganzen war die Lichtshow mit den riesigen gelb-orangen Flügeln, die auf die Bühne projiziert wurden.

Weiter ging es mit „Die traurige Ballade der Susi Spakowski“, zu deren Anfang Farins Gitarre irgendwie den Geist aufgab und sich das Ganze etwas komisch anhörte, aber schnell wurde die Gitarre getauscht und es war alles wieder gut.

Vorm folgenden „Die ewige Maitresse“ tauschten Rod und Farin die Seiten und Bela kündigte an, dass Farin aufgrund einer Gallenkolik etwas spucken und Rod nach „Liebe“ stinken würde, aber die Fans in den vorderen Reihen sollten sich nicht dran stören. Ja nee, ist klar xD. Sie spielten den Song und kündigten danach an, dass nun ein Lied käme, dass „voll gegen Drogen“ wäre. Rod fragte, ob wir schon mal Drogen genommen hätten und Bela fragte, ob wir von Rod welche angeboten bekommen wollten^^. Dies tat er dann jedoch nur in Liedform, und zwar durch „Breit“, wonach sie dann meinten, dass nun aber endlich das Drogenlied schlechthin käme. Das war bei „1/2 Lovesong“ zwar irgendwie neu, aber gut, dann ist es halt das Drogenlied^^. Wir sollten dann wieder schön Lichterchen machen, laut Rod auch wahlweise mit einer Panzerfaust, wenn wir kein Feuerzeug hätten. Soweit kam es dann aber doch nicht und der Song war wie immer toll =).

Um uns wieder ein bisschen zu unterhalten, brachte Farin uns bei, wie das ist, wenn sich die Handflächen unterhalten, sprich, wir mussten für jedes Wort einmal klatschen. Danach drängten sie uns dann total schnelle Dialoge auf, denen eh keiner folgen konnte *g*.

Weiter ging es mit „Ich bin reich“, bei dem Farin am Ende in superschnelles und sinnloses Gelabere ausbrach, wonach Rod hilflos „Wer hat diesem Mann Kokain gegeben? Ist ja schlimm, ey!“ rief. Farin war aber ganz erstaunt und betonte, dass das ja ganz schön viel Text gewesen sei. Bela war dennoch ganz stolz auf ihn und gab das mit den Worten „Dass du das auswendig gelernt hast, kurz vor der Show“ kund. Farin fragte daraufhin „Weißt du, was ich noch alles auswendig gelernt habe vor der Show?“ Bela ließ ihn jedoch nicht zu Wort kommen und spielte ein Orgel-artiges Sample ab, was mit Lachen kommentiert wurde. Farin befahl Bela dann, das nächste Lied einzuzählen, zweifelte aber daran, dass er es schaffen würde und fand das offenbar so lustig, dass er sich vom Mikro abwandte und loslachte. Bela meinte nur amüsiert „Beruhig dich erst mal Farin, wir freuen uns ja, dass du so gute Laune hast.“ Dies nutzte Farin zum Schleimen und begründete seine gute Laune mit dem tollen Dortmunder Publikum, aber auch damit, dass er den Arschkriecherkurs mit einer 1+ abgeschlossen habe. Nach ein paar Bemerkungen über Fußball in Dortmund, mit denen er sich seinen beliebten Status dann wieder zugrunde richtete, gab es endlich wieder Musik und zwar in Form von „Meine Freunde“. Anschließend erkundigte Farin sich, ob wir Lust hätten, zu funken. Also ich auf jeden Fall! Darauf hatte ich schon lange gewartet *hehe*. Jedoch war die Antwort des Publikums eher halbherzig, weswegen wir dann erst ein „F!“ und dann ein „UNK!“ geben durften. Vorher hatte Bela sich noch die Nase zugehalten und „Mein Name ist Jan Delay“ verkündigt *g*. Dann durften wir beweisen, ob das mit dem Funken wirklich klappte, denn es wurde „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)“ zum Besten gegeben. Also ich würde sagen, dass vor allem Mary und ich unseren Spaß dabei hatten, vor allem bei den ganz hohen Tönen, ich sag ja nur „ey Alter, setzt sie aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaab!“ Es war einfach nur zu lustig *g*.

Nun ging Bela nach vorne in die Mitte und Farin stellte sich hinter das Schlagzeug. „Tu das nicht“ wurde gespielt, was in unserem Block wie folgt aussah: alle standen da und waren (gespielt) genervt, nur Mary sang lauthals mit und freute sich ein Ohr ab^^. Aber es war schon sehr lustig, muss ich ja zugeben. Allein schon die Ansage zu dem Song, in der Bela für illegale Downloader die Todesstrafe oder zumindest Guantanamo Bay verlangte. Der Text war auch genial, zum Beispiel hier: „Und eines Nachts kommt Bela B. zu ihr in ihr klitzekleines Schlafzimmer... er würgt sie ein bisschen und haut ihr in die Fresse (...)“ Ich bin mir gerade nicht so sicher, ist das auf dem Album genau so? Den Song hab ich immer übersprungen *g*. Aber ganz sicher heißt es auf dem Album nicht „Oder willst du, dass dir dein Genick bricht?“^^. Es folgte ein weiterer Song von Bela, und zwar „Die Nacht“ *freu*. Danach war wieder Farin an der Reihe und sie brachten uns alle zu einem sehr lauten Jubel, da „Nichts in der Welt“ gespielt wurde. So ein toller Song =). Es ging weiter mit „Perfekt“ und anschließend kam, diesmal so ziemlich mittig im Set, „Westerland“. Dass die Stimmung da mehr als super war, brauche ich ja wohl nicht näher zu beschreiben. Noch besser gefiel mir allerdings das folgende „Lasse redn“. Ein absolute Kandidat für eine Auskopplung aus dem Album, finde ich.

„Ignorama“ und „Rebell“ bildeten den Abschluss des normalen Sets und die Drei ließen uns total energiegeladene und begeisterte Fans für wenigen Augenblicke allein zurück. Wenig später erschienen sie erneut auf der Bühne und nach einem „Ich sag vor, ihr sagt nach“-Spiel folgte „Elektrobier“! Das war echt total genial! Die Lichtshow war wie schon oft an diesem Abend einfach nur klasse und nach dem Song legte Rod für uns noch eine Tanzeinlage hin, die wirklich ausgezeichnet war ;-).

Im Anschluss spielten sie „Punkbabies“ und vor dem folgenden „Schunder Song“ wurden wir gebeten, im Refrain ganz laut mitzusingen. Der Song begann und bei den ersten Zeilen hörte man aufgrund des Gesangs kaum noch die Band, was Farin dazu veranlasste, „Das ist nicht der Refrain!!“ zu rufen *g*. Genauso klasse ging es mit „Junge“ weiter, in dessen ruhiger Mitte Farin das Publikum im ersten Wellenbrecher bat, einen großen Kreis für eine Wall of Death zu bilden. Gesagt, getan, sie spielten weiter, jedoch sang Farin den falschen Text. Also wieder zurück zu der ruhigen Stelle und von vorne. Jaja, die werden auch nicht jünger ;-).

Zur Entschädigung spielte Farin uns alleine ein Liedchen, zu dessen Ende er Belas Namen nannte und dann sehr gefühlvoll die Worte „Nur einen Kuss...“ sang. Und dann... und dann... dann spielten sie das Lied NICHT! Ahhh! Ich bin fast durchgedreht. Sie gingen von der Bühne und kamen nach einigen Zugabenrufen wieder, woraufhin die Bühne in dunkelrotes Licht getaucht wurde, als Farin „Belas war kurz, Rods war ziemlich lang...“ sang. Wieder keimte die Hoffnung auf und wieder spielten sie es nicht =(. Stattdessen war „Zum Bäcker“ an der Reihe. Na ja. Fast genauso romantisch ;-). Auf jeden Fall erinnerte es mich an Ginnys und mein erstes Treffen, bei dem wir fleißig „Zum Bahnhof“ gesungen hatten *g*. Der Song ist einfach mal total lustig und genauso nostalgisch ging es mit „Scheisstyp“ und „Zitroneneis“ weiter. Dass so viele alte Songs ausgegraben wurden, fand ich total klasse! Und seltsamerweise konnte ich sie auch noch alle auswendig, obwohl ich sie lange nicht mehr gehört hatte. Nun war es Zeit für die „magischen vier Töne“, also für „Zu spät“, bei dem es in der Halle ähnlich wie bei „Westerland“ zuging. Ein letztes Mal gingen die Ärzte vor einer Zugabe von der Bühne und kamen anschließend wieder, um uns zu fragen, ob wir noch mehr wollten. Wollten wir, ganz sicher! =D Und dann spielten sie „Wir sind die Besten“ und ich konnte doch tatsächlich kein Foto machen, weil dafür keine Zeit war *g*. Das Lied ist so klasse =). Das sage ich irgendwie bei mehreren Liedern, fällt mir gerade auf, aber es ist ja einfach so.

War ich eben noch total enttäuscht gewesen, dass sie nach „Zu spät“ ohne „Schrei nach Liebe“ und „Unrockbar“ von der Bühne gegangen waren, spielten sie die Songs jetzt doch. Bei „Unrockbar“ mussten wir uns immer hinsetzen, außer beim Refrain. Das klappte natürlich nicht einbahnfrei, sodass Bela immer wieder „Nein!“ schreien musste, wenn er sah, dass sich jemand aufrichtete *lach*. So ist das halt, wenn die Strophen teilweise auch ganz schön schnell sind. Aber im Gegensatz zu „Rock am Ring“ klappte dieses Experiment hier in Dortmund.

Das vorletzte Lied des Abends war der Wunschsong, der dieses Mal „3 Tage Bart“ war. Anschließend spielten sie noch „Dauerwelle vs. Minipli“, womit das klasse Konzert dann beendet war.


Wir mussten noch etwas warten, bis Annas Vater an der Halle ankam, aber dann waren wir innerhalb einer Stunde zu Hause. Dortmund ist doch erheblich näher, als ich gedacht hatte. Es war ein super Konzert gewesen und jetzt freue ich mich auf den 11.12., an dem es nach Hannover geht =)! Diesmal auch wieder mit Ginny *noch einmal ganz reumütig guck*... ;-).


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