reflections

23.02.2007 – ZSK in Bielefeld

Okay, es ist 2:03 Uhr morgens nach dem Konzert und ich werde jetzt den Bericht schreiben. Hoffentlich schlafe ich nicht dabei ein, denn ich bin doch sehr müde, möchte aber auch unbedingt hier mit fertig werden.Als feststand, dass Michael, Andreas und ich zum Abschlusskonzert nach Bielefeld fahren würden, fingen wir an, die Tage herunterzuzählen, bis es schließlich hieß: heute! Gegen zwanzig nach sechs kam ich bei Michael an, wo wir uns ein bisschen „aufwärmen“ wollten. Andi war auch da und wir setzten uns mit Gitarre, peinlichen Geschichten und vor allem mit Bier auseinander. Eine Viertelstunde vorm Einlass fuhren wir los, Michaels Bruder Benedikt brachte uns, da er das Konzert selber auch sehen wollte und Freunde von ihm da waren. Ich war vorher noch nie im „Kamp“ gewesen und somit war alles hier neu für mich, aber diese Atmosphäre dort gefiel mir schon, denn alles wirkte alt und verdreckt, hatte also bereits eine lange und vielleicht auch ein paar interessante Geschichten hinter sich. Ich trug mein „Ärzte statt Böller“ T-Shirt und wurde schon vor dem Kamp deswegen bemerkt, als ein Typ auf einmal „Ey, die hat nen Ärzte statt Böller Shirt! Da war ich auch!“ rief. Ich drehte mich um und streckte ihm meine erhobenen Daumen entgegen . Das ist ja toll, dass du da auch warst^^.
Im „Kamp“ trafen wir uns mit Benedikts Bekannten und vertrieben uns die Zeit bis zur Vorband „The Getaway Drivers“ aus Bielefeld. Von denen dachten wir erst, dass sie scheiße wären, aber sie waren dann ehrlich gesagt doch echt gut. Ich stellte mich direkt vor die Bühne und sah abwechselnd auf die Band und auf die pogenden Leute. Die Band wurde kräftig bejubelt und als sie zu Ende gespielt hatten, gingen wir raus an die frische Luft. Anschließend wieder drinnen begaben wir uns zu einem Infostand, an dem Steffen stand. Den hatte Michael zuvor auf dem Klo kennen gelernt und ihn dann als den „lustigen Veganer“ bezeichnet. Wir unterhielten uns mit ihm, seinem Kumpel und einem anderen Mädchen. Das Mädchen fragte ich, was sie denn zum Frühstück essen würde und sie meinte Müsli. Das verwunderte mich, da man das doch mit Milch zubereitet. Andi schlug scherzhaft Apfelsaft vor und sie meinte dann ernsthaft, dass das auch gut schmecken würde. Wir sahen uns nur verschreckt an und gingen dann auch relativ schnell wieder in den Konzertraum (das „Man sieht sich bei McDonald’s“ konnte ich mir aber nicht verkneifen *schäm*). Anscheinend genau passend, denn ZSK standen schon auf der Bühne, hatten aber noch nicht mit dem Spielen angefangen. Wir suchten uns einen guten Platz und dann konnte es los gehen! Hier die Setlist:

Was wir wollen
Raise your Fist
Hello 1984
Alles steht still
Gestorben wird später
Küsst die Faschisten
Was uns noch übrig bleibt
Kein Schritt nach vorn
Fight for more
Buisness as usual
Mein Staat
We will stop you
No Woman No Cry
Wer? Wann? Wo?
Small Steps
Keine Angst
Irgendwann
Kein Mensch ist illegal
Wenn so viele schweigen
One day

[ein Song, den sie gespielt haben, dessen Name ich nicht weiß und der nicht auf der List stand]
Und genau da gehen unsere Wege auseinander...
Riot Radio

If the kids ware united
Zählt die Stunden
We are the kids

Also starteten sie gleich mit einem der besten Songs und dementsprechend wurde gepogt und Stage Diving gab es auch reichlich. Ich stand am rechten Bühnenrand und zwar so, dass ich immer allen Stage Divern auf die Bühne helfen durfte, weil genau dort hoch wollten. Ziemlich zu Beginn gingen auch Andi und Michael baden, ich jedoch (noch) nicht. Irgendwann fragte Michael mich dann und ich konnte mich überwinden und kletterte auf die Bühne, von wo aus ich ins Publikum sprang. Jedoch kam ich nicht sehr weit. Einige Lieder später probierte ich es ein weiteres Mal, bei dem ich dann auch schön getragen wurde. Ich musste zugeben, dass das echt sau viel Spaß macht. Während des Konzertes ging ich an die Bar und kaufte mir etwas zu trinken, während die anderen beiden sich auf den Klos kostenloses Wasser am Waschbecken holten. Deswegen verpassten sie leider, wie Sänger und Gitarrist Joshi auf die Boxen kletterte und von oben herab in die Menge sprang und sich feiern lies. Sah schon geil aus. Im Kamp dürften so zwischen 150 und 200 Leute gewesen sein, die es ebenfalls super fanden. Untereinander verstanden sie sich jedoch nicht immer so toll, sodass irgendwann zwei Kerle neben mir standen und sich gegenseitig anmotzten und schubsten. Ich hielt meine Arm zwischen sie und schrie sie mit „Aufhören!“ an. Sie guckten mich verdutzt an und hörten tatsächlich auf. So einfach geht das *g*. Die letzten vier Lieder vor der ersten Zugabe waren genial, aber wie die anderen auch sehr anstrengend. Ausruhen konnten wir uns also ein paar Sekunden, bevor die erste Zugabe begann. Joshi spielte den Song alleine, leider weiß ich gerade nicht, welcher es war. Auf der Setlist, die ich mir nach dem Konzert unter dem Nagel gerissen habe, steht er nicht drauf. Danach folgte eins meiner persönlichen Lieblingslieder, bei dem er ebenfalls so gut wie alleine spielte. Alle sangen aus voller Brust mit und plötzlich tippte mir jemand auf die Schulter. Es war Andi und er fragte mich, ob ich auf seine Schultern wollte. Ich fand die Idee klasse und –schwupps– saß ich da und hatte eine geniale Sicht. Wir standen zwar eh in der vierten Reihe oder so, aber es war trotzdem zu geil *g*.
Danach ging es jedoch mit einem schnellen Song weiter und nach „We are the kids“ war das letzte Konzert von ZSK in Bielefeld beendet. Zum Abschied sangen wir ihnen "Schönen Gruß, auf Wiedersehn" von den Hosen. Es sollte nun noch eine offizielle Aftershowparty mit ZSK geben, jedoch fuhren wir schon nach Hause.
Was soll ich sagen? Einfach nur ein toller Abend =)! Und jetzt ist’s Zeit zum Schlafen *gääähn*.


Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung