reflections

11.11.2006 – Farin Urlaub Racing Team in Düsseldorf


Jetzt mal so ganz unter uns. Wer hatte eigentlich die Idee, am 11.11. in DÜSSELDORF ein Konzert zu spielen? Und gleichzeitig auch noch das Heimspiel Fortuna Düsseldorf gegen St. Pauli?

Am 10.11. kam Ginny abends zu mir und wir bereiteten schon mal alles für den nächsten Tag vor. Deshalb waren wir auch schon gegen Mitternacht im Bett und schliefen (bzw. versuchten es). Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um viertel nach sieben und wir machten uns fertig, um um 09:09 Uhr den Zug nach Düsseldorf zu nehmen. Wir waren pünktlich da, die Bahn jedoch nicht. Aber mit 7 Minuten Verspätung kam sie dann doch und wir suchten uns Plätze in der überfüllten Regionalbahn. Die Fahrt sollte schrecklich werden, denn die meisten der Fahrgäste waren besoffen und grölten ihre Schlachtgesänge. Es gammelte nach Jägermeister-Cola und Zigarettenqualm. Ginny und ich bissen die Zähne zusammen und hasteten in Düsseldorf erleichtert auf den Bahnsteig. Sollte es ein gutes oder ein schlechtes Ohmen sein, dass wir Dank der Verspätung genau um 11:11 Uhr ankamen?
Wir gingen Richtung Ausgang des Hauptbahnhofes und da sah ich sie: die Düsseldorfer Stadtjacken. Davon musste ich unbedingt eine haben *g*. Aber noch nicht jetzt. Wir suchten unsere Jugendherberge und fanden sie auf Anhieb. Dort brachten wir unsere überflüssigen Sachen weg und machten uns noch mal frisch. Zudem begutachteten wir natürlich unser Zimmer und waren echt positiv überrascht, da es wirklich schön war. Aber lange blieben wir nicht, da wir ja schon früh an der Philipshalle sein wollten. Deswegen ging es wieder zum Hauptbahnhof, von wo aus wir mit der U-Bahn zur Halle fuhren. Wir waren beide noch nie in Düsseldorf gewesen, aber es war alles gut ausgeschildert, sodass wir die Halle ebenfalls sofort fanden. Dort warteten bereits ca. 25 Fans, verteilt auf zwei Einlässe. Vor jedem Einlass gab es 4 Schleusen, von denen aber nur jeweils drei nachher geöffnet werden sollten. Ginny und ich gesellten uns zu den Leuten an der linken Schleuse. Sofort bemerkte ich, dass ich schon mehrere der Leute hier vom Sehen kannte. Wenn man öfters stundenlang zusammen vor einer Konzerthalle sitzt, prägen sich dann doch irgendwann die Gesichter ein *g*. Auch von den Securitys war uns bereits einer bekannt und das war der Christian (zudem natürlich noch T., aber der ließ sich noch nicht blicken).
Es war nun halb eins und das hieß 7 ½ Stunden warten bis zum Konzerbeginn – das konnte ja heiter werden. Den größten Teil der Zeit verbrachten wir schweigend, indem wir den Gesprächen der anderen Fans lauschten. Zum selber Sprechen war uns nicht so recht zumute, denn wir mussten Energie sparen, um uns warm zu halten . Da auf dem Boden wurde einem schon mal etwas kälter, vor allem im November. Nach und nach trudelten weitere Fans ein. Mir war langweilig und ich studierten den Stadtplan, den wir in der Jugendherberge bekommen hatten. Irgendwann kam Christian an und meinte, ich bräuchte nicht mehr im Stadtplan gucken, ich wäre schon angekommen *lol*. Unsere Schleuse war die leisere, denn bei der rechten wurde schon gesungen, was das Zeug hält. Okay, ich wusste nicht, dass „Wünsch DIR was“ vom Farin ist, aber wir waren ja immerhin in Düsseldorf. Die nächsten drei Stunden passierte eigentlich nicht viel. Gut war auf jeden Fall, dass man schon kurz in die Halle durfte, wenn man auf die Toilette musste. Wie viele Andere hab natürlich auch ich das genutzt und schon mal einen Blick auf die Bühne werfen können. Das Schlagzeug stand schon mal und als ich ein paar Stunden später ein weiteres Mal rein ging, war gerade alles eingenebelt.
Gegen halb vier wurden dann auf einmal die Bändchen für den Bereich zwischen Bühne und Wellenbrecher verteilt. Für alle, die das Prinzip nicht kennen: jeder, der früh genug da ist, bekommt ein Bändchen, das sozusagen als „Eintrittskarte“ für den vorderen Hallenbereich gilt. Damit darf man in den Bereich und kommt auch wieder rein, wenn man ihn kurz verlassen hat (wenn man sich z.B. was zu trinken geholt hat). Alle Anderen müssen dahinter bleiben. So stehen vorne nur 1000 Leute und das Gedränge ist nicht so groß, außerdem kann sich niemand nach vorne drängeln, der erst 5 Minuten vorm Einlass da war.
Jetzt kann man sich auch denken, dass jeder unbedingt ein Bändchen haben wollte und die Angst groß war, keins mehr abzukriegen. Deswegen wurde schon 3 ½ Stunden vor dem Einlass gedrängelt. Aber es bekamen alle eins und es waren sogar noch ein paar übrig. Nur konnten wir uns jetzt nicht mehr auf unsere alten Plätze setzen, da die Leute alle aneinander standen. Also setzten wir uns einfach dahin, wo wir gerade waren. Wir lernten noch zwei Mädels kennen und vertrieben uns die Zeit mit ein bisschen Gequatsche. Einlass sollte um halb sieben sein, aber schon gegen halb sechs konnten wir keinen Fuß mehr vor den anderen setzen, weil wir alle zusammengequetscht wurde. Irgendwelche Arschlöcher dachten, sie würden nach vorne kommen, wenn wir alle tot wären. Das ging überhaupt nicht mehr und wurde von Minute zu Minute schlimmer, so etwas hab ich ehrlich gesagt noch NIE erlebt. Am Ende war es nicht mehr auszuhalten und ich musste echt mit mir kämpfen, um nicht in Panik auszubrechen. Wie durch ein Wunder haben Ginny und ich es aber geschafft und kurz vor halb sieben wurden die Leute reingelassen. Wir drängelten und ich hatte Glück, dass der Security nicht so sehr auf meine Karte achtete. An den Eventim Tickets sind immer zwei Stücke an der Karte, die abgerissen werden können und die Securitys suchen sich ja immer einfach einen aus. Jedoch war bei mir einer der beiden abgegangen, wie das passiert ist, weiß ich selbst nicht. Bei dem Mädel vor mir wurde jedoch genau der Teil abgetrennt. Ich hielt mein Ticket so hin, dass er die nicht vorhandene Ecke nicht mehr sah. Er zögerte und riss dann Gott sei Dank das andere Stück ab. Ich hastete hinein und ließ meine Tasche durchwühlen und wurde abgetastet. Dann war Rennen angesagt, trotz der Anweisung der Securitys („Gehen, nicht laufen.&ldquo. Ginny war vor mir drin und ich lief zu ihr, jedoch hatte sie einen Platz ganz links in der ersten Reihe. Ich sah mich ein bisschen um und stellte fest, dass alles andere schon besetzt war. Ich ärgerte mich tierisch, ging dann aber doch zu Ginny. Für uns zwei hätte da doch noch irgendwo Platz sein müssen, wenn die ganzen Vordrängler nicht da gewesen wären! Aber na ja. Erste Reihe ist erste Reihe. Wir schauten dabei zu, wie die Halle sich füllte und irgendwie freundeten wir uns in der Zeit mit unserem Platz an. War eigentlich ganz cool hier. Dann wurde uns bewusst, dass wir ja hinter den Vorhang gucken konnten! Das hieße, wir würden das Farin Urlaub Racing Team an diesem Abend zuerst sehen! Da war die Laune dann wieder gut und wir waren zudem total erleichtert, endlich wieder etwas Freiraum zu haben, sodass unsere Organe wieder an ihren eigentlichen Platz zurückrutschen konnten . Ich legte mich hin und packte mir schon mal Watte in die Ohren, damit ich mich daran gewöhnen konnte. Hier war es total angenehm im Vergleich zu der Warterei draußen und wir wussten, dass es jetzt gleich los gehen würde. Zwischendurch kamen schon die Roadies auf die Bühne und stimmten die Instrumente noch einmal nach. Jeder Ton wurde vom Jubel des Publikums begleitet, da die Leute dachten, es wären Farin oder jemand anderes. Wir mussten lachen, da es uns bei anderen Konzerten ja genauso gegangen war.
Die Zeit verging nun wie im Flug und plötzlich war es schon acht Uhr. Wir standen so, dass links von uns die Boxen waren, also waren wir noch im Bühnenbereich und nicht komplett außen. Die Musiker verspäteten sich und somit erklang um zehn nach acht das Intro. Ginny und ich konzentrierten uns jedoch mehr auf das Geschehen hinter dem Vorhang. Nach und nach kamen die Racer auf die Bühne und sahen schon mal zu uns herüber. Farins Gestalt war unverkennbar: groß, schwarz, und oben blond *g*. Er umarmte Nessie und stellte sich dann vor sein Mikro, wo er seelenruhig noch etwas Tee trank. Dann war das Intro zu Ende und mit dem Beginn zu „Mehr“ konnten auch die anderen Fans das Farin Urlaub Racing Team sehen. Mit ein paar Ausnahmen, denn einige der Musiker kommen ja erst in der Mitte des Liedes zum Vorschein.
Nach den ersten Liedern begrüßte Farin uns mit der Frage, wer letztes Jahr schon in Düsseldorf dabei gewesen war. Eine menge Leute meldeten sich und daraufhin meinte Farin, dass es dieses Jahr keinen Wasserrohrbruch geben würde und der Backstagebereich sogar renoviert worden war. Vor „Am Strand“ kam die übliche Frage, ob wir denn alle mitsingen würden. Wir begannen und es wurde schnell von Farin unterbrochen. Er meinte mit Blick zu seinen Sängerinnen, die „Titten und Ärsche dahinten“ (auch als LGN bekannt : Lesbische Gesangsnattern) wären nicht umsonst hier, sie würden mit einem Schellenkranz den Takt angeben. Die Frau neben mir, die mir schon von einigen anderen Konzerten bekannt war, bekam sich bereits jetzt nicht mehr ein und wir mussten alle lachen. Dann teilte Farin uns in drei Bereiche ein: erstens die rechte Tribüne, dann die mittlere zusammen mit der linken und zuletzt der Innenraum. Jeder Bereich sollte zeigen, dass er singen konnte. Dann ging es los. Die rechte Tribüne sang die ersten Worte (im Takt, versteht sich ), es folgte die mittlere zusammen mit der rechten und dann kamen wir im Innenraum. Zuletzt fuchtelte der große Blonde irgendwie mit seinen Armen herum, was wohl „alle zusammen“ bedeuten sollte. Wir verstanden und riefen gemeinsam „überfaaaaaahrn“, woraufhin es dann endgültig los ging. Ginny und ich hatten wie die meisten Anderen wahrscheinlich auch riesigen Spaß und konnten sogar in der ersten Reihe „tanzen“. Soll heißen, dass wir synchron mit den Armen hin- und herwedelten und dabei lauthals mitsangen. Während der Applause zwischen den Liedern trampelten die Leute auf den Tribünen laut mit den Füßen, was Farin begeistert lobte.
Er vertrieb sich außerdem die Zeit damit, die hochgehaltenen Plakate vorzulesen. Unter anderem gab es ein „Farin, ich will ein Kind von dir“, ein „Heiß, heißer Rob“ und ein „Konsti hat Geburtstag“. Dem Konsti gratulierten wir und Robert wurde getröstet, da das Schild laut Farin von einem Kerl hochgehalten wurde. Zudem gratulierte Farin Mark von www.pogophil.de, da er heute wohl Hochzeitstag hatte (das hätte er zudem schon einmal fälschlicherweise in Köln gesagt, aber heute stimmte es). Das Konzert war dann sozusagen die Hochzeitsreise.
Natürlich gab es nicht nur Pausen zwischen den Liedern, sondern auch Lieder *g*. Im Gegensatz zu Bielefeld wurden diesmal „Sumisu“, „Wunderbar“, „Alle Fragen dieser Welt“ und „Noch einmal“ anstelle von „WIDMMÄWV“, „Klasse“ und „Atrás“ gespielt. Ich fand das grandios, denn die anderen Lieder finde ich live noch mal besser als auf CD und besonders „Sumisu“ war toll. Das Fehlen von „Atrás“ kostete uns zwar ein paar Tränchen, aber wir haben es verkraftet .
Farin musste uns fast gar nicht zum Klatschen animieren, das machten wir alles brav von selbst. Vor einem Lied, fragte er die Leute auf den Tribünen, ob sie denn auch alle Stehen würden. Eine der Emporen kommentierte er mit „Ach nee, das war ja die Behindertentribüne“, was so gemein war, dass wir es schon wieder super lustig fanden. Der Captain war übrigens auch wieder da und lief mit einer Kamera vor uns rum. Schade, dass er die Filme nicht an die Fans verschickt.
Bei „Der Frauenflüsterer“ konnte Ginny den kompletten Text mitsingen und wurde deswegen des Öfteren überrascht von Vanessa angeguckt, als diese vorne bei Farin stand. Bei dem Lied wird bekanntlicherweise oft „das heißt, er will ins Bett mit dir“ gesungen und bei einem Mal zeigte sie auf Ginny und mich. Ich hatte es nicht ganz mitbekommen und fragte danach ungläubig, ob sie gerade auf uns gedeutet hätte und Ginny bejahte. War schon lustig .
Natürlich gibt es kein Konzert mit Farin Urlaub ohne seine geliebten La-Ola-Wellen. Farin nutzte den gesamten Raum und somit begann die Welle auf der rechten Tribüne, ging auf die mittlere und die linke Tribüne über und landete bei uns im Innenraum. Das mit den Tribünen war sowieso toll, es sah absolut cool aus, wenn man sich umsah und bis zur Decke waren Fans. Besonders schön war das bei „Phänomenal Egal“, als die Fans auf der rechten Tribüne Wunderkerzen entzündeten und sie hin- und herschwenkten.
Irgendwann kam, was kommen musste: „Zehn“, wie immer ein Highlight. Vorher wollte Farin uns auf unser Vertrauen testen und meinte, wir sollten alle die Augen schließen und einen Schritt nach links gehen. Ginny und ich fanden die Idee sofort bescheuert und riefen „Nö!“, aber da waren wir wohl die einzigen, da alle anderen Fans der Anweisung folgten. Quittiert wurde das mit einem „Wie bescheuert seid ihr eigentlich?“. Ha, wir waren NICHT bescheuert *lach*. Na ja, Farin dachte nun, dass wir alles für ihn machen würden, und so orderte er alle hübschen Frauen auf die Bühne und das Licht sollte doch bitte abgeschaltet werden.
Im Lied an sich gab es mal wieder eine Textänderung. Statt „Manchmal zähl ich weiter und sag 11“ hieß es nun „Manchmal zähl ich weiter und sag 31!“ Und es ist keine Lüge: die haben sich auf der Bühne nicht verzählt! Ich hab mitgezählt *g*. Nach dem Lied war ich allerdings leicht geschafft und legte mich quer über das Geländer, woraufhin ich von den Securitys laut Ginny etwas besorgt angeguckt wurde *lol*. Es folgte „Porzellan“. Im „Popsong“ riefen die Sängerinnen laut „Helau! Helau!“, was ja ziemlich genau passte. Von den „I love Köln“ Schildern mancher Fans mal abgesehen.
Zwischendurch kam immer mal wieder Farins Roadie Mattn auf die Bühne und brachte neuen Tee. Oder auch mal eine neue Gitarre. Einmal fragte Farin währenddessen „Ihr seid gut drauf, oder?“. Wenige Sekunden später folgte ein „Und laut, hat Mattn gerade hinzugefügt.“ Damit sollte er Recht haben.
Bei „Alle Fragen dieser Welt“ hieß es auf einmal „Hauptsache man ist gegen Spinat“, was mich irgendwie an meine beste Freundin und ihre Familie erinnerte (die ziehen mich nämlich immer damit auf, dass ich Spinat hasse).
Das letzte Lied vor der ersten Zugabe war wie immer „Unter Wasser“, was vorher schon ein Fan laut zu Farin rief. Er quittierte das mit einem „Petze“, woraufhin wir etwas verwirrt waren. Wollte er jetzt „Unter Wasser“ oder noch mal „Petze“ spielen?
In der Pause vor der Zugabe konnten wir alle einen Moment durchatmen, bevor es mit „Immer noch“ weiter ging. Darauf hatte ich mich ja seit dem Ende des Liedes in Bielefeld gefreut. In dem ruhigen Zwischenteil des Liedes fielen mir das erste Mal die ziemlich schwul wirkenden Bewegungen der Bläser dazu auf, sehr nett anzusehen. Danach folgte „Dusche“.
Das erste Lied der zweiten Zugabe war die wohl unter den Fans bekannteste B-Seite „Wo ist das Problem?“. Farin stellte diesmal alle Racer vor und vergaß niemanden. Als er Cindia vorstellte, knieten alle Racer nieder und zeigten mit den Armen auf sie. Ich applaudiert und hatte plötzlich Augenkontakt mit dem Herrn U. Automatisch klatschte ich zu Farin, woraufhin er grinsend das Gesicht verzog und noch deutlicher als eh schon zu Cindia zeigte. Ich lachte laut los, verstand natürlich und streckte meine Arme mehr zu Cindia, woraufhin er zufrieden war.
Nessie war wie gewöhnlich Satans Tochter, aber diesmal gehörten auch die Sängerinnen zur Satanfamilie. Wer Annette war, hab ich leider vergessen, auf jeden Fall war Celina Satans Schwester, Simone Satans (er überlegte einen kurzen Moment) Freundin und Vanessa Satans heimliche Geliebte. Dann fügte er ein „Und hinter der Gitarre: Satan“ hinzu und fand den Witz von allen Anwesenden in der Halle offenbar am Besten . Zudem durften die Sängerinnen zwar auch Fans haben, aber nur weibliche. Die Männlichen duldete er nicht.
Die Show endete mit „Zehn#2“ und vor allem Nessie sah extrem cool aus, wie sie da mit ihrer Gitarre immer auf und ab sprang. Das Farin Urlaub Racing Team stellte sich danach in eine Reihe und verbeugte sich, wobei es von uns mit La-Ola-Wellen begleitet wurde. Ein letztes Winken noch und dann war der Farin weg. Die anderen Musiker folgten ihm gleich darauf. Hier einmal die Setlist des 11.11.2006:

Intro (Schon wieder)

Mehr

Glücklich

Ich gehöre nicht dazu

Unsichtbar

Petze

Wunderbar

Am Strand

Augenblick

1000 Jahre schlechten Sex

Dermitder

Popsong

Xenokratie

Phänomenal Egal

Sonne

Apocalypse wann anders

Lieber Staat

Alle dasselbe

Der Frauenflüsterer

Zehn

Porzellan

OK

Unter Wasser


Immer noch

Dusche

Noch einmal

Alle Fragen dieser Welt


Wo ist das Problem?

Abschiedslied

Zehn#2
Das Licht in der Halle ging an und es erklang „Easy like sunday morning“ von Lionel Ritchie (hoffentlich hab ich den jetzt richtig geschrieben). Die „Männer mit dem bösen Band“ schmissen uns aus der Halle. Im Foyer setzten wir uns vor einen Süßigkeitenautomaten und Ginny kaufte sich beim Merchandising noch schnell ein Poster. Dann warteten wir darauf, ob jetzt noch etwas passieren würde. Zwischendurch mussten wir immer mal wieder ein bisschen Platz machen, wenn jemand an den Automaten wollte. Einmal kam ein total süßer Junge, der war vielleicht 7 und hatte ein T-Shirt der Sonnenblumen-Of-Death-Tour an. Ich wusste gar nicht, dass es die auch in so klein gab, sah echt total knuffig aus. Er hatte sich aus Versehen etwas Falsches geholt und wir fragten, ob er uns die Süßigkeit schenken würde, aber das wollte er dann doch nicht (nur, wenn wir ihm 80 Cent für die richtige Süßigkeit gegeben hätten ).
Kurze Zeit später kam dann auch noch einmal Christian vorbei und grinste uns an. Jaja, das ist schon einer. Endlich mal ein netter Security.
Leider wurden wir schon ziemlich bald auch aus dem Foyer geschmissen und standen dann in der Kälte vor der Halle. Laut eines anderen Securitys würde es keine Autogramme geben und deswegen gingen wir nach kurzer Zeit zur U-Bahn-Haltestelle. Dort saßen schon einige anderen Fans und warteten auf die Bahn. Sie vertrieben sich die Zeit damit, sich gegenseitig auf die Schienen zu schmeißen, zumindest versuchten sie das. Mit der Bahn fuhren wir zurück zum Hauptbahnhof und gingen von da aus zu der Jugendherberge. Dort wuschen wir uns schnell und zogen uns Schlafsachen an, bevor wir ins Bett gingen, wo wir noch Stichpunkte aufschrieben und das ganze Konzert Revue passieren ließen.
So, jetzt schreibe ich über den Tag danach. Der hat zwar nichts mehr mit dem Konzert an sich zu tun, aber irgendwie gehört er ja doch noch dazu.
Um 8 Uhr klingelte der Wecker in meinem Handy und ich stand zuerst auf. Ginny stellte sich noch tot. Ich zog mich sofort an und machte mich fertig und als ich aus dem Bad kam, war sie plötzlich doch lebendig. Wir packten unsere Taschen uns als ich zu guter letzt die Bettdecke etwas ordentlicher machen wollte, entdecke ich plötzlich einen brauen Flecken auf meiner Schlafseite. Ah! Was war das denn??? Das Rätsel ließ sich leicht lösen: neben dem Fleck lag die kleine Milkaschokolade, die am Abend zuvor noch zur Zierde auf dem Kopfkissen gewesen war. Die hatte ich wohl vergessen und mich dann einfach drauf gelegt. So etwas kann auch nur mir passieren.
Wir gingen runter und frühstückten wir in Ruhe, bevor wir den Schlüssel abgaben und die Jugendherberge in Richtung Hauptbahnhof verließen. Dort kaufte ich mir die Stadtjacke, die ich bereits am Tag zuvor gesehen hatte. Am Automaten holten wir uns schon mal das Ticket für die Rückfahrt und fuhren anschließend noch mal mit der U-Bahn in Richtung Holthausen zur Philipshalle. Dort wollten wir noch Fotos machen *g*. Noch immer lag Müll herum und sogar noch das Absperrband, mit dem die Securitys am Vortag schier unwillkürlich die Bäume verbunden hatten, war noch da.
Danach fuhren wir in die Altstadt wo wir uns mit Hilfe des Stadtplans einen super Vormittag machten. Wir besuchten die Bolker Straße (in der ja Campinos Lieblingspizzeria ist), in der wir verwundert eine Kneipe mit dem Namen „DÄ Spiegel“ entdeckten. In einigen Seitenstraßen gab es die tollsten Läden und ich musste echt widerstehen, da nicht einzubrechen. Gott sei Dank war Sonntag, sonst hätte ich vermutlich alle Ersparnisse auf den Kopf gehauen . Natürlich kamen wir auch nicht um die Ratinger Straße herum, man muss ja alles gesehen haben, wenn man schon mal in der „Hosen Stadt“ ist. Wir waren noch auf dem schönen Rathausplatz und gingen daraufhin an der Rheinuferpromenade entlang, von wo aus wir einen schönen Blick hatten. Es war total windig und ich zog mir noch eine Jacke über. Wir drehten eine Runde, indem wir wieder etwas weiter in die Altstadt rein gingen und dann bei der Tonhalle und der Oberkasseler Brücke wieder rauskamen. Das musste ich nun fotografieren, immerhin haben die Toten Hosen unter der Oberkasseler Brücke ihr erstes Konzert gegeben. Es war total schön und wir gingen den gesamten Weg wieder am Rhein zurück, wobei wir uns noch einmal kurz auf eine der Bänke setzten. Zudem war das Wetter Gott sei Dank gut und wir konnten sogar teilweise den blauen Himmel sehen. Die Gegend hier kannte ich bereits von den „Friss oder Stirb“ Dvds, aber in natura war es natürlich noch schöner.
Um ca. viertel nach elf fuhr die U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof. Wir waren pünktlich da und konnten sogar noch eine früher nehmen. Am Hauptbahnhof holten wir uns etwas Warmes zu trinken und setzten uns auf den Boden vor den Treppen, die zu unserem Gleis führten. Es kamen zwei Frauen an und meinten zu uns, es wäre doch zu kalt auf dem Boden^^. Also gingen wir hoch und setzten uns in den Zug um 11:54 Uhr, der uns zurück nach Gütersloh bringen sollte. Im Zug saßen wir neben drei Punks, die einen großen Hund dabei hatten. Der war nass und stank dementsprechend . Zudem wurden wir noch von zwei Musikern unterhalten, die mit Trompete und Akkordeon für Stimmung sorgten *lol*.
In Gütersloh warteten wir auf Ginnys Anschlusszug, woraufhin ich mit meiner Mutter und deren Freund nach Hause fuhr.
Das war mal ein grandioses Wochenende gewesen . Am nächsten Tag saß ich wehmütig in der Schule und hatte schon Fernweh nach dieser schönen Stadt.


Das Licht in der Halle ging an und es erklang „Easy like sunday morning“ von Lionel Ritchie (hoffentlich hab ich den jetzt richtig geschrieben). Die „Männer mit dem bösen Band“ schmissen uns aus der Halle. Im Foyer setzten wir uns vor einen Süßigkeitenautomaten und Ginny kaufte sich beim Merchandising noch schnell ein Poster. Dann warteten wir darauf, ob jetzt noch etwas passieren würde. Zwischendurch mussten wir immer mal wieder ein bisschen Platz machen, wenn jemand an den Automaten wollte. Einmal kam ein total süßer Junge, der war vielleicht 7 und hatte ein T-Shirt der Sonnenblumen-Of-Death-Tour an. Ich wusste gar nicht, dass es die auch in so klein gab, sah echt total knuffig aus. Er hatte sich aus Versehen etwas Falsches geholt und wir fragten, ob er uns die Süßigkeit schenken würde, aber das wollte er dann doch nicht (nur, wenn wir ihm 80 Cent für die richtige Süßigkeit gegeben hätten ). Kurze Zeit später kam dann auch noch einmal Christian vorbei und grinste uns an. Jaja, das ist schon einer. Endlich mal ein netter Security.Leider wurden wir schon ziemlich bald auch aus dem Foyer geschmissen und standen dann in der Kälte vor der Halle. Laut eines anderen Securitys würde es keine Autogramme geben und deswegen gingen wir nach kurzer Zeit zur U-Bahn-Haltestelle. Dort saßen schon einige anderen Fans und warteten auf die Bahn. Sie vertrieben sich die Zeit damit, sich gegenseitig auf die Schienen zu schmeißen, zumindest versuchten sie das. Mit der Bahn fuhren wir zurück zum Hauptbahnhof und gingen von da aus zu der Jugendherberge. Dort wuschen wir uns schnell und zogen uns Schlafsachen an, bevor wir ins Bett gingen, wo wir noch Stichpunkte aufschrieben und das ganze Konzert Revue passieren ließen.So, jetzt schreibe ich über den Tag danach. Der hat zwar nichts mehr mit dem Konzert an sich zu tun, aber irgendwie gehört er ja doch noch dazu.Um 8 Uhr klingelte der Wecker in meinem Handy und ich stand zuerst auf. Ginny stellte sich noch tot. Ich zog mich sofort an und machte mich fertig und als ich aus dem Bad kam, war sie plötzlich doch lebendig. Wir packten unsere Taschen uns als ich zu guter letzt die Bettdecke etwas ordentlicher machen wollte, entdecke ich plötzlich einen brauen Flecken auf meiner Schlafseite. Ah! Was war das denn??? Das Rätsel ließ sich leicht lösen: neben dem Fleck lag die kleine Milkaschokolade, die am Abend zuvor noch zur Zierde auf dem Kopfkissen gewesen war. Die hatte ich wohl vergessen und mich dann einfach drauf gelegt. So etwas kann auch nur mir passieren.Wir gingen runter und frühstückten wir in Ruhe, bevor wir den Schlüssel abgaben und die Jugendherberge in Richtung Hauptbahnhof verließen. Dort kaufte ich mir die Stadtjacke, die ich bereits am Tag zuvor gesehen hatte. Am Automaten holten wir uns schon mal das Ticket für die Rückfahrt und fuhren anschließend noch mal mit der U-Bahn in Richtung Holthausen zur Philipshalle. Dort wollten wir noch Fotos machen *g*. Noch immer lag Müll herum und sogar noch das Absperrband, mit dem die Securitys am Vortag schier unwillkürlich die Bäume verbunden hatten, war noch da. Danach fuhren wir in die Altstadt wo wir uns mit Hilfe des Stadtplans einen super Vormittag machten. Wir besuchten die Bolker Straße (in der ja Campinos Lieblingspizzeria ist), in der wir verwundert eine Kneipe mit dem Namen „DÄ Spiegel“ entdeckten. In einigen Seitenstraßen gab es die tollsten Läden und ich musste echt widerstehen, da nicht einzubrechen. Gott sei Dank war Sonntag, sonst hätte ich vermutlich alle Ersparnisse auf den Kopf gehauen . Natürlich kamen wir auch nicht um die Ratinger Straße herum, man muss ja alles gesehen haben, wenn man schon mal in der „Hosen Stadt“ ist. Wir waren noch auf dem schönen Rathausplatz und gingen daraufhin an der Rheinuferpromenade entlang, von wo aus wir einen schönen Blick hatten. Es war total windig und ich zog mir noch eine Jacke über. Wir drehten eine Runde, indem wir wieder etwas weiter in die Altstadt rein gingen und dann bei der Tonhalle und der Oberkasseler Brücke wieder rauskamen. Das musste ich nun fotografieren, immerhin haben die Toten Hosen unter der Oberkasseler Brücke ihr erstes Konzert gegeben. Es war total schön und wir gingen den gesamten Weg wieder am Rhein zurück, wobei wir uns noch einmal kurz auf eine der Bänke setzten. Zudem war das Wetter Gott sei Dank gut und wir konnten sogar teilweise den blauen Himmel sehen. Die Gegend hier kannte ich bereits von den „Friss oder Stirb“ Dvds, aber in natura war es natürlich noch schöner. Um ca. viertel nach elf fuhr die U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof. Wir waren pünktlich da und konnten sogar noch eine früher nehmen. Am Hauptbahnhof holten wir uns etwas Warmes zu trinken und setzten uns auf den Boden vor den Treppen, die zu unserem Gleis führten. Es kamen zwei Frauen an und meinten zu uns, es wäre doch zu kalt auf dem Boden^^. Also gingen wir hoch und setzten uns in den Zug um 11:54 Uhr, der uns zurück nach Gütersloh bringen sollte. Im Zug saßen wir neben drei Punks, die einen großen Hund dabei hatten. Der war nass und stank dementsprechend . Zudem wurden wir noch von zwei Musikern unterhalten, die mit Trompete und Akkordeon für Stimmung sorgten *lol*. In Gütersloh warteten wir auf Ginnys Anschlusszug, woraufhin ich mit meiner Mutter und deren Freund nach Hause fuhr.Das war mal ein grandioses Wochenende gewesen . Am nächsten Tag saß ich wehmütig in der Schule und hatte schon Fernweh nach dieser schönen Stadt.


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