reflections

01.07.2006 – MTV Campus Invasion in Münster


Zur Campus Invasion ist das Erste, was mir einfällt, dass sie verdammt anstrengend war. Aber von vorne.


Um kurz nach zehn klingelte es und Claudia stand vor der Tür. So nett, wie ich bin, ließ ich sie herein *g*. Wir wollten früh los, denn wir wussten nicht, ob es am Bahnhof mit dem Kartenkaufen gut klappen würde. Ich cremte mich noch schnell ein und gegen halb elf setzten wir uns auch schon ins Auto. Am Bahnhof angekommen gingen wir zu einem Automaten, ließen die Engländer vor uns machen und waren schließlich selber dran. Es klappte alles sofort reibungslos und somit hatten wir noch Zeit. Wir kauften uns etwas zu trinken und ich holte mir im Zeitungsladen die „Bild“, welche noch eine sehr wichtige Rolle haben sollte . Um 11:27 Uhr kam der Zug und gegen 12:45 Uhr waren wir schon in der Heimatstadt der „H-Blockx“ und in der Geburtstadt von Kuddel (Hosen-Leadgitarrist), in Münster. Es war sehr warm, 32°C. Wir gingen durch die Stadt, aßen etwas und schlenderten ganz gemütlich zur Uni. Der Einlass sollte um 14:00 Uhr sein, also hatten wir noch Zeit. Wir setzten uns schön in den Schatten und warteten mit den anderen Fans, denn es war schon ziemlich voll. Um kurz vor zwei stellten wir uns zu der Menge vor den Absperrungen. Doch während wir da standen und fremden Leuten bei ihren nervigen Unterhaltungen zuhören durften, verspätete sich der Einlass und so standen wir eine halbe Stunde in der prallen Mittagssonne, bevor wir um fünf vor halb drei auf das Gelände durften. Sofort sichteten wir Kameras, da ein Teil der Shows ja live übertragen wurde. Ich sah nach rechts auf einen Balkon, auf dem ein paar Leute standen, unter anderem Markus Kavka. Das hat mich irgendwie ziemlich gefreut, da ich den Kerl echt super finde. Der ist irgendwie nicht so hohl wie ein Großteil der anderen VIVA/MTV-Moderatoren (ich sag nur Gülcan). Claudia und ich wurden von einer Frau angesprochen, ob wir an einer Umfrage teilnehmen wollten, wir würden dafür umsonst ein MTV Schlüsselband bekommen. Wir hatten nichts dagegen, es war ja noch Zeit genug. Nach der Umfrage kauften wir uns ein Eis und setzten uns an den Rand des Geländes, wo es wunderbar schattig war. Hier beobachteten wir die anderen Leute, chillten ein bisschen rum und achteten vor allem auf die Kleidung der Fans. Das war ein ganzer Deutschrockkatalog auf Beinen, echt mal interessant, ALLE T-Shirts in Natura zu sehen . Am meisten Vertreten waren die DÄ Klamotten.
Nach einer Zeit überredete ich Claudia, sich mit mir vor die Bühne zu setzen. Im Gegenzug durfte sie meinen Sonnenhut aufsetzen, da dort schließlich kein Schatten mehr war. Nun hatte ich aber leider keinen Hut mehr und es war doch so heiß. Deswegen kramte ich die Bildzeitung aus meiner Tasche und versuchte, mir daraus einen Hut zu basteln. Leider bin ich kläglich gescheitert, sodass Claudia den Job mit der Hilfe eines fremden Kerls übernahm. Siehe da, nun hatten wir beide einen Hut. Es wurde weiter gewartet und gewartet. Die erste Band, „Heartbreak Motel“, sollte um 16:15 Uhr auftreten. Kurz davor kamen Markus Kavka und Miriam (auch so ’ne Moderatorin, deren Nachnamen ich aber nicht weiß auf die Bühne und begrüßten uns. So, endlich ging es los! Claudia und ich haben uns natürlich sofort verloren, doch wir hatten darüber schon vorher gesprochen und einen Treffpunkt ausgemacht. Somit war das nicht allzu schlimm, da wir uns in Sachen Konzerten in der Hinsicht unterscheiden, dass sie lieber weiter hinten steht, es dafür aber bequem hat. Joah, und ich quetsch mich immer halbtot nach vorne. Deswegen geht der Bericht ab jetzt aus meiner Sicht weiter^^. Die Leute begannen zu Pogen und ich schob mich einfach frech zwischen ihnen her, nutzte jede Lücke und landete somit in der dritten Reihe, nach ein paar Minuten sogar in der zweiten. Nun konnte ich super sehen, aber es war auch ziemlich eng. Die Band war echt gut, ich hatte zwar vorher noch nie was von ihr gehört, aber sie hat mir dennoch gefallen. Irgendwann kam der Sänger runter in den Graben (zum zweiten Mal) und stellte sich direkt neben mich an das Gelände. Er wurde an den Beinen festgehalten und konnte sich somit frei bewegen, ohne Angst zu haben, hinzufallen. Ich machte ein Foto von ihm. Danach packte ich meinen Fotoapparat in meine Tasche zurück und als ich wieder nach vorne blickte, war der Sänger auf einmal verschwunden. Ich drehte mich um und hatte plötzlich seine Füße in den Händen, da er in die Menge gesprungen war (zum ersten und letzten Mal)! Das fand ich ja mal lustig! Nach ein paar Momenten trugen wir ihn auf Händen wieder raus und es konnte weitergehen. Nebenbei erwähnt: das war das erste Mal, dass ich es live miterlebt habe, dass ein Sänger ins Publikum gesprungen ist und dann habe ich gleich was davon abbekommen *g*.
Es war tierisch eng und ich hoffte, dass sich das in der Pause vor der nächsten Band bessern würde, was jedoch überhaupt nicht der Fall war. Da stand niemand auf der Bühne, außer ein paar Roadies, und im Publikum wurde gedrückt bis zum Gehtnichtmehr. „Danko Jones“ wurden anmoderiert und um 17:15 Uhr standen sie auf der Bühne. Von denen hatte ich vorher auch noch nie etwas gehört, ich hab jetzt nur erfahren, dass sie aus Kanada (??) stammen und die Band nach ihrem Sänger und Gitarristen benannt ist. Der Kerl hatte eine Augenklappe auf und eine Zunge lang wie ein Kamel. Das ging ja gar nicht! Und dann hat der auch noch die ganze Zeit so damit rumgeflackert *lol*. Uns war es heiß und wir riefen lautstark „Water! Water! Water!“ Und was macht dieses Arsch von Sänger? Nimmt sich eine Wasserflasche und sieht uns an. Wir dann natürlich voll am Jubeln, weil wir dachten, gleich schmeißt er sie für uns ins Publikum. Er grinste nur fett, öffnete sie und trank sie genüsslich aus, schüttete sich das Wasser über den Kopf und fühlte sich pudelwohl. Wir buhten und ich schrie wilde Beschimpfungen auf Englisch . Dann nahm er sich eine zweite Flasche und zog die ganze Aktion nochmals ab. Anschließend ging es weiter im Programm, Dankeschön^^. Zwar wurden wir auch von den Securitys mit Wasser versorgt, aber das war doch wohl eine saudoofe Nummer *lol*. Wir riefen noch irgendwelche Schlachtgesänge (an die ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann) und er fragte ganz wütend: „Are you making fun on a blind man?“ Dabei zeigte er auf seine Augenklappe. Unser Gesang hatte damit gar nichts zu tun, aber er hat ihn ja nicht verstanden *hehe*.
Während des Auftrittes dachte ich schon die ganze Zeit darüber nach, ob ich nicht nach hinten gehen sollte, aber ich wollte meine gute Sicht einfach nicht opfern. So hatte ich immerhin schon Flo von den Sportis gesehen, welcher rechts neben dem Vorhang auf die Bühne schlinzte und sich ein paar Lieder anschaute. Ich hab ihm zugewunken, leider hat er nicht reagiert, oder er hat es gar nicht gesehen *g*.
Und dann kam die „Bloodhound Gang“, auf die ich echt gespannt war. Denn deren Bühnenshows sind wohl immer sehr unterhaltsam *hust*. Dies war auch heute der Fall und wir hatten ordentlich was zum Lachen und zum Ekeln. Es fing damit an, dass Sänger Jimmy Pop dem Bassisten Jared das T-Shirt runterriss. Auf Jareds Bauch war eine Deutschlandflagge gemalt, was uns natürlich alle sehr freute. Dann nahm er Jimmy Pop den Fetzen von T-Shirt ab und wollte ihn ins Publikum werfen. Doch kurz vorher hielt er inne und wischte sich damit erst mal schön den Schweiß unter den Achseln weg. Nun öffnete er seine Hose und schrubbelte sich mal kräftig zwischen den Beinen, bevor er sich umdrehte und den Wisch zwischen seiner Arschritze wieder herauszog. Das war ja so widerlich! Ich hatte so Angst, dass er ihn in meine Richtung werfen könnte! Gott sei Dank hat er das nicht getan, er landete ca. 7 Meter rechts von mir. Glück gehabt. Zwischendurch kam er öfters herunter, einmal verteilte er Jägermeister an die ersten Reihen. Ich hab aber nichts abbekommen, wobei ich das Zeug pur eh nicht mag. Während die Fans nur ein Pinnchen bekam, hat er sich mit Hilfe eines Trichters eine ganze Flasche reingezogen und danach kräftig ins Mirko gerülpst, woraufhin geschulzt wurde. Ein Kerl in meiner Nähe hatte es nicht getan und bekam auf die Anweisung des Gitarristen noch eine auf die Stirn geklatscht. Jimmy Pop fing an, „Enjoy the Silence“ von „Depeche Mode“ zu covern. Ich hatte die Rock am Ring Aufzeichnung davon gesehen und befürchtete das Schlimmste, was schließlich auch eintraf. Jared stellte sich hinter Jimmy Pop, packte sein bestes Stück aus und pinkelte seinen Sänger in den Rücken und ins Gesicht....*ekel*. Jimmy Pop setzte seine Cappy ab und ließ sie sich voll machen, hinter mir hörte ich schon panische „Der wirft die gleich hier rein!“-Rufe. Der Kerl neben mir fragte sich nur laut „Wie viel pinkelt der denn?!“, woraufhin ich mit „Der hat ne ganze Flasche Jägermeister getrunken...“ antwortete. Danach war die Sache wohl geklärt . Ich muss aber zugeben, dass die Aktionen zwar richtig widerlich waren, wir aber trotzdem echt gelacht haben. Jimmy Pop warf die Cappy Gott sei Dank nicht ins Publikum, sondern setzte sie sich einfach wieder auf. Nachher nahm er sie noch mal ab und fuhr sich hocherotisch (*hüstel*) durch seine nassen Haare... Allerdings war sein Oberteil jetzt nicht mehr so ganz frisch und er zog es sich aus. Darunter trug er ein paar Trikots, mit denen wir aber nicht einverstanden waren, bis er schließlich nur noch eins an hatte, das wir bejubelten: das Deutschlandtrikot. Jedoch drehte er sich um und als Name stand dort nur „Schwul“ und als Nummer die 69. Ich sag jetzt mal nichts . Der Gitarrist der Band warf ab und zu immer mal wieder einen Becher Bier ins Publikum, der jedoch fast nie gefangen wurde. Plötzlich sah er mich an und hielt den Becher fragend hoch. Ich verstand und nickte lachend, woraufhin er mir den Becher zuwarf. Doch auch ich fang ihn nicht, weil die Tussen vor mir in der ersten Reihe nach ihm grabschten. Deswegen sah er mich mit einem freundlichen „War wohl nix“ an, was ich erwiderte. War schon lustig *g*.
Nachdem wir noch ein zwei Mal die deutsche Nationalhymne gesungen hatten, war die Show der „Bloodhound Gang“ auch zu Ende. Jetzt fällt mir auf: Ich hab ja gar nichts über die Lieder geschrieben. Ach, scheiß drauf *lach*. Spontan erinnere ich mich an „Along comes Mary“, „Uhn Tiss“, „The roof is on fire“, „F.U.C.K” und “Vagina”. Es waren aber natürlich noch mehr, nur weiß ich nicht, wie sie heißen.
Die „Sportfreunde Stiller“ waren die nächste Band. Ich überlegte die ganze Zeit, ob ich nicht nach hinten gehen sollte, da mir alles wehtat von dem Gequetsche (Ellenbogen in den Rippen sind echt ganz toll!) und Gedrücke. Andererseits stand ich doch in der zweiten Reihe... wer gibt so was freiwillig auf? Bei den Sportfreunden?? Und nachher Bela B.?? Doch es machte „Klick“, ich drehte mich um kämpfte mich nach hinten, wobei mir Sprüche wie „Die Erste, die aufgibt!“ und „Nach Hinten durchlassen machen wir immer gerne“ folgten. Ich ging und ging, wobei ich meine Entscheidung schon wieder bereute. Ich drehte mich um und konnte nicht mal mehr auf die Bühne sehen. Das war so der Moment des Tages, am dem ich mir am Liebsten in den Arsch gebissen hätte. Doch ich ging an die Seite und schlich wieder klammheimlich nach vorne, sodass ich schließlich ungefähr in der achten Reihe stand, gut sehen konnte und vor allem PLATZ hatte (im Verlauf des Konzertes konnte ich meine Sicht auch oft noch verbessern, indem ich mir freigewordenen Plätze sofort schnappte). Hey, von mir aus konnte es losgehen! *lach* Es war 19:50 Uhr und das Intro (die Chorversion von „Ein Kompliment&ldquo begann. Schließlich standen Peter, Flo und Rüde auf der Bühne und legten los. Es war ja soooo klasse! Ich war so froh, dass ich doch nach hinten gegangen war, denn hier konnte ich mich bewegen und vor allem die Musik „ausleben“, da ich springen und klatschen konnte. Ich hasse es nämlich, wenn ich irgendwo stehe, wo ich mich zu der geilen Musik gar nicht bewegen kann (in der zweiten Reihe habe ich meistens sogar nichtmals mehr klatschen können).
Die Sportfreunde haben echt einen super genialen Auftritt gebracht, sozusagen das krasse Gegenteil von der Bloodhound Gang. Keine Aktionen, nur Musik und „normale“ Ansagen. Wir Fans sangen zwischen den Liedern schon immer „54, 74, 90, 2006“, als Peter schließlich meinte: „Ich glaube, wir müssen mal was machen, damit ihr alle gleichzeitig singt.“ Und dann begann das Lied, wir haben mitgesungen bis zur Heiserkeit. Ich machte ein Foto und steckte meinen Fotoapparat gerade weg, als ich Jubeln hörte. Ich guckte auf die Bühne und sah schwarze Haare, wobei ich zuerst an den Kavka denken musste, bis auch mir endlich klar wurde, dass das BELA B. war!!! Da hab ich aber auch gejubelt *röchel*... Und den Fotoapparat natürlich gleich wieder ausgepackt. Was für ein Anblick, Peter und Bela direkt nebeneinander bei diesem geilen Song. Danach ging es ohne den Grafen weiter, doch es war einfach nur ein Traum. Ich kenne nicht alle Lieder von den Sportis, aber von denen, die gespielt wurden, konnte ich fast alle mitsingen. Es war vielleicht ein Lied dabei, dass ich noch nie gehört hatte, die anderen kannte ich alle. Ich hatte die Befürchtung, dass sie „Ein Kompliment“ nicht mehr spielen würden, da es ja schon als Intro benutzt wurde (zumindest die Chorversion, wie schon gesagt), doch ich hatte mich getäuscht. Sie sagten, dass sie das nächste Lied jemandem widmen würden (Namen hab ich vergessen), damit er mit seiner Freundin wieder zusammenkäme. Ich hoffte auf „Siehst du das genauso?“, doch es war tatsächlich „Ein Kompliment“... So wunderschön *seufz*. Jaah, ich bin halt ein Mädchen. Es war aber auch toll. Teilweise stand ich da, klatschend und mit meinem super Hut (mein eigener, auf den ich „54, 74, 90, 2006“ geschrieben hatte^^; nicht der Zeitungshut) und hab die Augen zugemacht. Nun dachte ich mir, wenn sie schon „Ein Kompliment“ spielen, kommt „Siehst du das genauso?“ nicht mehr. Das wär ja auch so schön, wenn sie hier alle meine Lieblingslieder spielen würden. Doch wunderbarerweise ließen sie es sich nicht nehmen und gaben eben diesen Song zum Besten. Beendet wurde ihre Show mit dem grandiosen „Ich roque!“. Ich glaube, ich irre mich nicht, wenn dieser Song bei der Campus Invasion in Münster mit unter am meisten gefeiert wurde.
Leider hat alles ein Ende, also auch der Auftritt der Sportfreunde Stiller. Durstig ist das Wort, das meinen Zustand wohl am Besten beschrieb. Jedoch ging ich zuerst auf die Toilette und sah beim Warten schon auf den Balkon, auf dem die Sportis interviewt wurden. Nachher machte ich noch ein Foto von ihnen und ging zu einem Getränkestand. Ich wartete und durfte irgendwann endlich bestellen, jedoch kam die Verkäuferin, die bei mir war, nicht mehr wieder. Im Hintergrund lief schon das Intro von „Bela B. y Los Helmstedts“! Als dann der erste Song („Gitarre runter&ldquo begann, sagte ich nur zu dem Mädel neben mir, dass auch bei der Verkäuferin bestellt hatte, „Ne, jetzt trink ich nichts mehr!“ Behalte ich mein Geld eben *lol*. Also ab zur Bühne, hab sofort einen guten Platz bekommen, ungefähr so wie bei den Sportis zuvor. Vielleicht noch 1 – 2 Reihen weiter vorne. Bela machte seine Sache ganz gut, jedoch war mir beim Song „Sie hat was vermisst“ irgendwie langweilig, sodass ich meinem Vater erst mal ne SMS schrieb. Das muss man sich mal vorstellen! Vor „Vampir mit dem Colt“ meinte der Leadgitarrist zu Bela „Äh... müsstest du nicht mal deine Gitarre wechseln“, weil Bela das verpennt hatte *lach*. Bela war eher damit beschäftig, seinen anderen Gitarristen (nur Gitarristen da, hab ich so den Eindruck ) Wayne zu ärgern, da der aus England stammt und England ja an dem Tag aus der WM geflogen ist. Die Ansagen waren alle ziemlich lustig und wir hatten gut zu lachen. Besonders vor „1. 2. 3. ...“, als Bela uns das Zählen beibringen wollte und wir das irgendwie nicht schnallten. Ich hab mich so kaputt gelacht, neben mir stand ein Mädel, das ich überhaupt nicht kannte. Auf jeden Fall sahen wir uns beide nur an und konnten nicht mehr XD. Die erste Zugabe war „Baby läuft fort“ (bin mir zumindest zu 90 % sicher), was Bela aber nicht auf die Reihe bekam. Stattdessen musste er lachen und versemmelte dadurch natürlich die Hälfte. Das war auch so eine Situation, bei der ich echt gelacht habe, außerdem musste ich an Farins bzw. Rachels versemmeltes „Dusche“ Intro bei der Campus Invasion 2005 denken... Man merkt schon, dass Farin und Bela in einer Band spielen *lach*. Dennoch gab es auch ernste Momente, zum Beispiel als Bela „Letzter Tag“ einem vor zwei Wochen verstorbenen Freund widmete.
„Hab keine Angst“ sang Bela zusammen mit Lula, da wurden Feuerzeuge rausgeholt und mitgeschwenkt, war echt gut . Außerdem holte Bela bei „Traumfrau“ ein Mädel namens Sarah auf die Bühne und flirtete heftigst mit ihr. Den Abschluss des Abends bildete „Tag mit Schutzumschlag“, wobei Bela einen Teil des Textes der ersten Strophe vergaß. Man merkte deutlich, dass es ihm noch schwer fällt, gleichzeitig zu singen und Gitarre zu spielen, aber ich finde, er hat das im Großen und Ganzen sehr gut gemeistert. Das Ende von „Tag mit Schutzumschlag“ wurde zu einer Endlosschleife, es hat super Spaß gemacht, aber danach war ich vielleicht fertig! Es war erst der achte Auftritt von Bela und seinen Helmstedts überhaupt, nebenbei erwähnt, und dafür war er echt gut.
Die ersten Leute gingen weg und ich lief in die erste Reihe, als Nora Tschirner auf die Bühne kam und die Campus Invasion beendete. Ich machte noch ein Foto, auf dem ich sie und die ganze Bühne drauf habe, wonach der Fotoapparat dann auch zurückspulte. 36 Bilder – das hatte wirklich genau gepasst!
Ich ging zu Claudias und meinem Treffpunkt, wo sie schon auf mich wartete. Sofort erzählten wir uns gegenseitig, wo wir gestanden hatten und laberten und laberten. Ich holte mir am Merchandisingstand ein neues Schlüsselband (ich kann bald eine Sammlung aufmachen), anschließend verließen wir das Gelände. Claudia rief ihre Eltern an und wir trafen uns mit ihnen. In ihrem Auto wurden wir mit Essen und Trinken versorgt, ich hab noch nie so schnell eine Flasche Wasser getrunken. Gemütlich ging es nach Hause.

So, mein Fazit? Es war super anstrengend, knallheiß und die Leute neben mir haben mich einfach nur aufgeregt. Aber dann kam ich auf die super intelligente Idee, nach hinten zu gehen (ich bin ja so eine Blitzmerkerin ) und von da an war es echt super. Claudia hat es auch gefallen, also, es hat sich gelohnt!!!


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