reflections

18.05.2005 – das Farin Urlaub Racing Team in Bielefeld

Um ca. 18:05 Uhr klingelte es und Maria und ihr Vater Peter waren da, um mich abzuholen. Wir fuhren los und fanden den Ringlockschuppen Gott sei Dank auf Anhieb. Wir bekamen wohl einen der letzten Parkplätze vor dem Schuppen. Es warteten bereits ca. 80 Fans. Wir stellten uns dazu und warteten. Und warteten. Und warteten. Um ungefähr 19:15 Uhr begann der Einlass (also eine Viertelstunde früher als es auf dem Ticket stand). Wir quetschten uns alle in die Menge und standen ziemlich weit vorne. Kurze Zeit später war ich dran und die haben gleich meinen Edding beschlagnahmt! Was denken die, was ich damit wollte? Andere Fans erstechen? *lol* Na ja, dafür ging die Sache mit dem Fotoapparat in Ordnung.
Im Schuppen wussten wir nicht, wohin. Ich sah nach rechts und erkannte erst gar nichts, doch dann wurde deutlich, dass das die Halle war. Ich rannte los und die anderen beiden folgten mir. Wir bekamen einen Platz in der 5. Reihe ungefähr, ca. 4 Meter vom Vorhang entfernt. Dann war wieder warten angesagt und wir wurden bereits vor Beginn rumgeschubst, weil da irgendwelche Asis total rumhampelten, sodass der ein oder andere Ellbogen nur knapp mein Gesicht verfehlte. Wir warteten also wieder. Und warteten. Und warteten. Jedes Mal, wenn irgendein Geräusch hinter der Bühne erklang, flippte das Publikum schon aus. Als einmal irgendjemand auf einer Gitarre rumzuppelte, war ich vor Vorfreude schon einem Kollaps nahe, weil mein Puls jedes Mal total losging, wenn Anzeichen vom Beginn da waren, *g*.
Um ca. 20:33 Uhr war es dann soweit! Es wurde dunkel und ein Gong erklang. Wir flippten voll aus. Stille. Noch ein Gong. Dann begann „Schon wieder“, sprich nur Klavier, aber SOWAS von laut, das kam so richtig klasse rüber. Der Boden vibrierte nur wegen des Klaviers schon total. Dann begann dies Ansage von „Mehr“! Die Gitarre erklang und an der Stelle, an der der Song beginnt, so richtig schnell zu werden, fiel der Vorhang! Da stand er: FARIN URLAUB HIMSELF. Ich war nahe der Bühne, sodass ich ihn nur von der Seite sehen konnte, wie er abging und ins Publikum grinste. Ich konnte das gar nicht begreifen, dass Farin da stand. Es war immerhin mein erstes Konzert und da ist man es noch nicht gewohnt, dass auf einmal der Lieblingsmusiker vor einem steht. Doch dann begann der Pogo, das ging so sehr ab, dass wir nicht mehr stehen konnten und teilweise keine Luft mehr bekamen. Natürlich musste mir auch noch jemand die Brille aus dem Gesicht geschlagen. Das ging gar nicht. Wir bekamen von den Songs nicht mehr mit, hatten gar keinen Spaß, konnten nicht mitsingen. Schließlich ließen wir uns etwas nach hinten treiben, wo wir dann gut sahen und Platz hatten (ungefähr im ersten Drittel der Halle). Von da an wurde es richtig geil!
Farin spielte 32 Songs, „Kein Zurück“ war leider nur teilweise dabei, aber man kann ja nicht alles haben . Dafür aber „Ok“ (dessen Outro dann eben ein Teil von „Kein Zurück“ war)! Außerdem war noch Folgendes lustig:
„Bielfeld hat Abitur!“, weil er bei „10“ das typische „springen, springen, springen, stehen bleiben!“ sang und wir dann tatsächlich immer alle stehen blieben. Er so:
„Das war echt gut! Eigentlich ist das immer so:“
Er begann zu hüpfen.
„Juhu! Stehen! Yeah!“ *lach* Sehr logisch. Außerdem erzählte er uns, dass Votze das erste Wort sei, was die Kinder so lernten und so^^. Und bei „Alle dasselbe“ meinte er, er bekäme jeden Tag etwa 20 Mails und fast jeder fragte, warum es "am 4. April" passierte. Daraufhin fragte er, ob denn heute jemand Geburtstag hätte. Einige meldeten sich und er meinte, nee, jetzt mal im ernst. Eine Frau behielt den Arm oben, sie stand ganz vorne.
„Ehrlich? Wie heißt du denn?“ Sie antwortet. „Franziska? Okay, welches Datum ist heute? Okay....
.... es passierte am Abend des 18. Mai,
Franziska hatte Geburtstag und am nächsten Tag war schulfrei...“
Also, das fand ich dann schon mal voll cool.

Alles in Allem war das Konzert einfach nur unbeschreiblich toll, einer der besten Abende in diesem Jahr, definitiv. Nach dem Konzi waren Maria und ich natürlich noch auf Autogramme aus. Wir fragten ein paar andere Fans, was sie jetzt machen würden, waren danach aber auch nicht schlauer. Deswegen gingen wir einfach in Richtung Konzerthalle, um zu schauen, was da so los war. Auf dem Weg dahin, kam uns ein junger Mann entgegen, welcher rief „Ihr geht in die falsche Richtung!“. Normalerweise hätte ich das ja einfach ignoriert, aber hier ging es um Farin oder nicht Farin und deshalb rief ich ihm mehrmals laut „Warum?“ hinterher, doch er grinste nur. Dann eben nicht. Wir gingen trotzdem weiter und als wir in die Halle gelangten, traute ich meinen Augen nicht. Das konnte doch nicht sein! Da stand eine Frau, hinter einem Band, vor ihr viele Leute und sie hatte feuerrote Haare. Das war Nessie, Farins zweite Gitarristin!


So kam es, dass ich noch kurz mit ihr redete, aber Farin haben wir leider verpasst (er gab nämlich nachher wirklich Autogramme... ich kann’s immer noch nicht fassen, dass wir das verpasst haben...). Trotzdem war der Abend sehr gelungen und total GLÜCKLICH(T.... *g*) fuhren wir nach Hause.


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