reflections

million miles away

Hey!
So ich raffe mich jetzt auch mal zum Bloggen auf. Die letzte Arbeitswoche war - ich will ehrlich sein - absolut zum Kotzen. Es ging einfach gar nicht mehr und ich habe festgestellt, dass der Abteilungsleiter absolut inkompetent ist. Da macht das Arbeiten noch weniger Spaß. Ich war die Woche über so mies drauf, ich war selber überrascht, wie unzufrieden man sein kann. Der mega Papierkram wegen der Unieinschreibung hat mir den Rest gegeben. Was die alles von einem haben wollen! Freitag war der ganze Spuk dann Gott sei Dank vorbei und der letzte Arbeitstag war wohl der angenehmste: die Aussicht auf viele freie Tage und ein gefülltes Konto. So verabschiedete ich mich von den Kollegen und Kolleginnen, schmiss ne Runde Gummibärchen und brachte den letzten Tag unfallfrei über die Bühne. Zu Hause machte ich mich frisch, legte mich eine Stunde ins Bett und fuhr zu meinem Vater. Zusammen gings in die Stadt, da er noch ein Geburtstagsgeschenk für seinen Bruder brauchte. Wir klapperten die Geschäfte ab und ich schaute schon mal, was die Klamottenläden draußen so stehen hatten. Nachdem wir dem Coffee Store einen Besuch abgestattet hatten und ein Geschenk gefunden war, ging es wieder nach Hause. Ich war total kaputt und verbrachte den Abend sehr ruhig. Schlafen konnte ich abends trotzdem nicht, da ich so aufgeregt war wegen Samstag. Denn da hieß es Shoppen gehen und Michaels Abschied feiern.

So stand ich zeitig auf und da ich schon Freitag gebügelt hatte, setzte ich mich nach dem Frühstück aufs Sofa und schaute Fernsehen. Wow, das war echt mal entspannend. Einfach nur rumsitzen und ZDF Tivi gucken - wie in alten Zeiten. ;D Gegen halb elf holte ich Steffi ab und wir fuhren in die Stadt. Jetzt konnte endlich das machen, worauf ich mich seit drei Wochen gefreut hatte: einen Teil des hart erarbeiteten Geldes in Kleidung umtauschen! :D Da war ich auch relativ erfolgreich. Zwar habe ich das, was ursprünglich gesucht wurde, nicht gefunden, dafür aber viele andere Sachen. Aber das ist ja immer so. Im Endeffekt habe ich für meine Verhältnisse echt sehr viel Geld ausgegeben. So viel hab ich vorher noch nie vershoppt. Aber das war echt mal nötig. Steffi war auch echt tapfer und man hat ihr fast gar nicht angemerkt, dass ihre Lust gegen Ende doch nach ließ ;-). Danke, dass du meinen Kaufanfall ausgehalten hast! *g* Ich glaube, der war echt anstrengend. So gegen kurz vor fünf und einer kleinen Verfahrerei in der Stadt (doofe Straßensperren) waren wir wieder zu Hause. Ich legte mich in die Sonne, ging duschen und wurde um sieben Uhr zu Anna gebracht. Dort war der Wodkawackelpudding schon fertig, aber zusammen mit Nassim verzierten wir ihn noch. Das hätten wir uns jedoch sparen können. Denn als wir zu Fuß zu Michael gingen (ca. 3 km, würde ich sagen), verabschiedete die Deko sich ins Innere des Puddings und das Ganze sah nicht mehr wirklich schön aus. Eeeeegaaaaal... xD. Weniger egal war allerdings, dass meine Füße dank der neuen Ballerinas voller Blasen waren. So humpelte ich den ganzen Abend über die Feier, na ja.
Der Abend war ganz okay und die große Sauferei ist dann doch ausgeblieben. Ein bisschen angeschwipst war ich nur nach Steffis, Saras und meiner Wackelpuddingorgie. Genial war die Fotosession im Flur!! :D Ich hatte mir Michaels fette Kamera unter den Nagel gerissen und so machten Sara und ich ganz viele "supertolle" Bilder. Zwischendurch wurden auch Anna und Eike als Statisten miteingebunden. Am besten war allerdings, als ich die Kamerea in der Hand hatte und wir gerade lachend auf dem Boden rumrollten, denn da kam Michaels Vater vorbei und meinte nur "Schade, dass ICH jetzt keine Kamera habe!". Wir konnten nicht mehr! Es zwar zu genial. Als er weg war, meinte ich nur so "Schnell, lass uns das Foto machen, bevor jemand kommt!" und prompt kam ein Kerl vorbei und sah uns, wie wir uns vor Lachen kringelten. Er reagierte nur mit "Ich ignorier das jetzt einfach mal." Ja, sehr taktvoll. =) Aber die Bilder sind gut geworden. Hehe.

Ach jetzt fällt mir noch was ein, was total toll war. Irgendwann waren alle drin, da es draußen langsam kalt wurde. Ich ging jedoch noch einmal in den Garten und sah Dustin, der auf einem Stuhl saß und Sara, die daneben auf der großen Hängematte lag. Ich legte mich zu ihr und merkte erst da, dass der Himmel sternenübersäht und klar war... das war so schön. Aber dann haben wir auch noch Sternschnuppen gesehen!! Ich hab vorher noch nie eine Sternschnuppe gesehen!!!! Da haben wir uns eine Zigarette von Dustin geschnorrt und den Rauch in Richtung Himmel gepustet. Ich rauche nicht, aber irgendwie ergab sich das so. Das war einer dieser Momente, die doch bitte in mein Marmeladenglas mit den tollen-Momenten-zum-wieder-raus-holen sollen.
Was gibt es noch zum Abend zu sagen... Es waren echt einige Leute da, von denen ich einige schon ne Zeit lang nicht mehr gesehen hatte. Michael bekam viele Geschenke und zwischendurch wurde ich total melancholisch, vor allem als "Where is my mind?" aus Fight Club lief. Hach menno. Blödes Ghana. =( Aufgelockert wurde das Ganze durch Marcel. Ich saß neben ihm auf dem Sofa und irgendwann merkten wir, dass er eingeschlafen war. Daraufhin wurde er dann von oben bis unten vollgemalt und hatte schließlich das rechte Bein voller Sterne und Herzen, das linke Bein voller undeutlichem Geschmiere, auf der Stirn einen Pimmel und auf der Wange einen Krap Krap Käfer. Also ich war nur für den süßen Käfer verantwortlich, damit das hier mal klar ist^^.

Das Tschüss sagen war für mich nicht traurig, da wir bereits für Sonntagabend verabredet waren. So fuhr ich mit Laura nach Hause. Die ist total abgegangen im Auto und hat obszöne K.I.Z.-Texte mitgesungen, war doch unterhaltsam. ;-) Gegen vier Uhr war ich im Bett und habe bis 12 geschlafen. Gestern legte ich mich tagsüber in die Sonne und ging mit meiner Mutter Eis essen, bevor ich abends wieder zu Michael fuhr. Zusammen mit Mary, Nico, Sara, Dustin, Eike und Marcel machten wir die Ausweise für das kommenden Festival fertig. Am Ende waren nur noch Mary, Eike und ich da und als ich mich dann verabschieden musste, war ich einfach nur fertig. Ich wollte Michael gar nicht mehr los lassen. Und ich hatte mir vorher noch eingeredet "Es ist doch nur für 12 Monate". Aber in diesen 12 Monaten wird so unglaublich viel passieren... Im Moment bestehe ich von oben nach unten gesehen aus Haaren, Zufkunftsangst, Zehen. Ich glaube, da geht es jetzt sehr vielen Freunden von mir so. Blöder Wechsel von einem Lebensabschnitt zum anderen. Und warum muss sowas mit so vielen Abschieden verbunden sein? Warum muss das alles so aufregend sein? Ich möchte jetzt gerade keine Aufregung, das Jahr war schon stressig genug, nein danke. Aber da müssen wir wohl alle durch. Also Zähne zusammen beißen.
Als ich Eike weggebracht hatte und nach Hause fuhr, hörte ich die Offspring CD, die Simon mir geliehen hatte und irgendwann fiel mir auf, dass es in dem Lied, das gerade lief die ganze Zeit "million miles away" hieß. Passte.

Ja und heute hab ich Michael schon wieder gesehen. Zack so schnell geht das - war ja klar. Aber erst war ich morgens in der Schule, da die Abizeitungen verkauft werden wollten. Die gute alte Schule. Wir sind sogar alle zusammen zum Bäcker und zum Schlecker gegangen. Nostalgie! Nachmittags hab ich im Freibad die Sonne angebetet, bevor es abends zu Sara ging. Vorher fuhr ich wie gesagt bei Michael vorbei, da ich noch etwas abholen wollte. Das ging allerdings gaaanz schnell und war auch gut so, ich wollte hier ja nicht schon wieder nen Gefühlsausbruch bekommen. Bei Sara angekommen machten wir uns gleich weiter auf den Weg zum Blut spenden. Das war sehr "actionreich", denn bei Sara haben sie ne Ader durchgestochen, sodass sie nachher noch mal zu dem Arzt musste. Und ich musste statt eines einfachen Pflasters wieder so einen nervigen Verband bekommen, da die Einstichstelle bereits blau wurde. Aber es gibt schlimmeres. Auf dem Weg zu Sara bin ich dann mit ihrem Auto gefahren, da ihr der Arm so weh tat. Das sind aber auch Sadisten da.^^ Bei Sara haben wir noch Fotos von Michaels Feier geguckt und so um kurz vor zehn war ich wieder hier.

Sooooo. Morgen geht es wieder in die Schule, übermorgen ist Helfertreffen wegen des Festivals, Donnerstag frühstücken wir bei Claudia, Freitag gehts zum Festival, Samstag ist ebenfalls Festival, außerdem hat Thomas da Geburtstag. So siehts aus. Ich bin mal gespannt, was das hier alles noch so gibt. Ich bin sehr gespannt auf das Festival und haben auch Muffensausen davor. Wie so oft im Moment^^.
Auf jeden Fall genieße ich jetzt, dass die Arbeit vorbei ist. =) Also, eine super tolle Sache gibt es wenigstens im Moment. ;-) Frei, frei, frei!
Liebe Grüße,
Nina
Ps.: Mittwochmorgen geht übrigens der Flug nach Ghana. Gruseliger Gedanke. Das ist doch sooo weit weg! Bin echt gespannt, was Michael dann alles so zu berichten hat von der Arbeit mit Straßenkindern in dem Leben in einer völlig anderen Welt.

17.8.09 23:27

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung